Home

Nach Bruckners Affe (2024) arbeiten Karin Peschka (Text), Rudolf Jungwirth (Komposition) und Joachim Rathke (Regie/Erzähler) an einem Schauspiel mit Musik – anlässlich der communale oö 2026 zum  Thema 400 Jahre Bauernkriege in Oberösterreich.

SAVE THE DATE: Das Stück kommt in Kooperation mit dem TheaterSpectacel Wilhering

  • am 17. September 2026 in der Scheune von Stilft Wilhering und
  • am 18. September in der Evangelischen Kirche Eferding zur Aufführung.

Beginn ist jeweils 20 Uhr. Alle weiteren Informationen bzgl. Besetzung, Tickets & Co folgen!

❦ ❦ ❦ ❦ ❦

CASPARUS ODER FÜNF KNÖPFE AUS BEIN

Ein Schauspiel mit Musik

Aschach, Juni 1626. Zwei junge Männer gehen von Bord. Einer von ihnen, der Student und Prediger Casparus, hat sich historischen Dokumenten zufolge als Bauernführer einen Namen gemacht. Viel weiß man nicht über den „Studenten“, von einer wahnhaften Episode ist die Rede und von seinem grausamen Tod.

Noch viel weniger als über die Anführer der einen und der anderen Seite weiß man von denen, die in keiner Chronik aufscheinen: Männer wie Frauen, deren Familien, das „Volk“, das namenlos für die Sache stritt, überzeugt und freiwillig, gezwungen, von der Herrschaft oder dem Druck der Gemeinschaft.

Beim Gedanken an den oberösterreichischen Bauernaufstand im Jahr 1626 kommen Bilder hoch von blutigen Kämpfen, Sense und Dreschflegel gegen Hellebarde und Armbrust, verlassene Höfe und niedergebrannte Felder. Dass auch Sprache, Rede und Wörter ungleiche Waffen sein können, steht im Volkswissen rund um die Bauernkriege nicht im Fokus.

Wir werfen mit unserem Stück einen Blick auf diese unterschiedlichen Welten: Aus der einen, der „Welt des Redens“ (nach Franz Innerhofer) kommt der Student, der Passauer Prediger Casparus, aus der anderen, jener der körperlichen Arbeit, die Namenlosen. Vielleicht sind es ein Bauernsohn und seine Mutter, die Altbäuerin, die den Sohn am Hof halten will. Oder eine Bauerntochter, die wie die Männer in die Schlacht ziehen will, weil sie sich eine andere Befreiung erhofft, eine aus dem Joch der Arbeit, der Heirat, der Mutterschaft.

Es geht um Missverständnis, Unwissenheit über die Lebenswelten des Gegenübers, Vorurteile, Einflussnahmen, Hoffnungen und Verführungen. Schuld und Unschuld auf beiden Seiten. Und darum, die Lücken, die jeder Geschichtsschreibung unvermeidbar innewohnen, mit eigenen Bildern zu füllen.

❦ ❦ ❦ ❦ ❦

Ein Projekt der communale oö 2026 in Kooperation mit dem TheaterSpectacel Wilhering und freundlicher Unterstützung von Raiffeisenbank Eferding, Oberösterreichische Versicherung und Tourismusverband Donautal.