Wenn man gerade das eine Buch endgültig aus der Hand geben musste, es also gedruckt wird und freigelassen in die Welt.

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Dann hilft es, sich hinzusetzen und mit der Recherche für den nächsten Roman zu beginnen. Und sich glücklich zu fühlen, begünstigt und einigermaßen ruhig.

goscherter mond

05/08/2016

goscherter mond
im nöwi zaspringt dei liacht
über da gstetten

20160730_124750… im Garten der Eltern. Gelegentlicher Ameisenbesuch, Katzengeschnurr und Gratiskaffee inklusive. Fast schon zu harmonisch, der Moment. (Und doch so schön.)

Ein Mal noch durchlesen, Fehler finden (oder nicht), dann muss ich ihn loslassen, den Roman # 2

Ein Mal noch durchlesen, Fehler finden (oder nicht), dann darf Roman Nr. 2 in die Welt hinaus. 

(c) montage aus "<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABraunau_Hitlerhaus_2.jpg" target="_blank">hilter geburtshaus</a>" von  thomas ledl (lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0" target="_blank">creative commons</a>), via wikimedia commons und "<a href="https://www.flickr.com/photos/clearlyambiguous/17467872" target="_blank">funhouse mirrors</a>" von scott robinson (lizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">creative commons</a>)

montage aus thomas ledl/scott robinson (lizenzen/infos)

nicht abreißen. kein mühsames gedenken. wer liest die tafeln? niemand. das innere zu entkernen ist aussage genug. raum für eigenes denken. außen? verspiegeln! klarspiegel, zerrspiegel, konkav und konvex. die fassade, fenster, türen, zwischenräume: steht neugierde davor, trauer, angst oder bewunderung, stilles gedenken oder verklärung, sieht sie was? immer nur sich selbst.

 

Aus der VerlagsankündigungDas Poldi-Erbrochene ist im Moment das kleinste Problem. Fanni krallt sich an den Stamm, man weiß nicht, wie stark der Schirm sich verkeilt hat. Oder ob der Stoff reißt. Ist der reißfest, der Stoff?

Jeden MitFP_Cover_Verlagtwoch Frauenstammtisch, Blattsalat mit Zanderstreifen in Cornflakespanier, Grappa auf’s Haus. Die Pizzeria zwischen Fleischhacker und Bestatter. Links ein tönernes Schwein im Schaufenster, Rauchwurst und Salami, ein Plastikschinken auf einem Teller mit karierten Servietten. Rechts der beleuchtete Kasten mit den Partezetteln, Seidenblumen, eine goldene Urne auf einem weißen Sockel. Im Ort wächst der Leerstand, verstauben die Auslagen. Wiederholen sich ewig gleiche Routinen bis an den Rand des Ertragbaren.

„Ich habe Krebs“, lügt Fanni. „Hat schon gestreut.“

Harzduft. Grüner Nadelduft. Ein abgebrochener Ast, ein Stummel, so lang wie eine Hand breit, knapp vor Fannis Brust. Tupft sie an.

Die Lüge führt zu weiteren Lügen, zu Wahrheiten und zum tatsächlichen Absturz: Ein Tandemflug endet in einem Tannenwipfel, Poldi und Fanni müssen auf Hilfe warten. Absurd, findet Fanni. Aber auch nicht absurder als ihr bisheriges Leben.

„Brangelina, verstehst?“ „Was?“ Poldi entlastet vorsichtig den linken Fuß, nur eine Spur, um die Zehen zu bewegen. „Angelina Jolie und Brad Pitt. Wären wir berühmt, weißt, wie wir heißen würden?“ „Wie?“ Poldi spürt Fannis Herz pochen unter seiner Hand. „FanniPold“, sagt sie.

Als Nachschau zu den Verbindungen: Fries, Klang, Text  mit Michael Hedwig, Rudolf Jungwirth und Udo Somma in der Bibliothek der Akademie der Bildenden Künste ein paar schöne Fotos von Johanna Pianka. Der Abend war – für mich – pures Glück. Danke an alle!
(c) Joanna Pianka

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