Going swiftly and not moving at all: Saroyan on time

24/09/2018

Vor bald dreißig Jahren habe ich William Saroyan für mich entdeckt. Dieses Zitat aus Tracy’s Tiger hängt gerahmt und geliebt über meinem Schreibtisch:

Time had always fascinated him. He knew he didn’t understand it, but he also knew that anything you ever got – anything that ever mattered – any thought – any truth – you got instantly. You could wait forever if you wanted to, and let it go at that, or you could get moving – moving into time and with time – working at the thought to be received, and then suddenly, from having moved into time and with time, and from having worked at the thought, get it, get it whole, get it clean, get it instantly.

But you had to stay slow somewhere inside of yourself, too, to give the arrival a place to stop. You had to be going swiftly and you had to be almost not moving at all at the same time.
(William Saroyan, “Tracy’s Tiger”, 1951)

I’m a fan-girl, owning Saroyan’s Tracy’s Tiger in English (twice), in German and in Czech (although I do not speak a word Czech).

Die Übersetzung:

Zeit hatte ihn immer fasziniert. Er wusste, dass er es nicht verstand, aber er wusste auch, dass alles, was man erreicht – alles, was einem wichtig war – jeder Gedanke, jede Wahrheit -, sofort erreicht wird. Man kann, wenn man will, ewig darauf warten und es dabei bewenden lassen, man kann sich aber auch bewegen – in die Zeit und mit der Zeit gehen – am Gedanken arbeiten, den man erreichen will, und dann plötzlich, weil man in die Zeit und mit der Zeit gegangen ist und am Gedanken gearbeitet hat, bekommt man es, bekommt es ganz, bekommt es als etwas Vollkommenes, bekommt es sofort.

Aber man musste dabei auch in sich selbst ruhig bleiben, um dem Kommenden einen Ort zum Anhalten zu geben. Man musste schnell gehen und sich doch zugleich fast nicht bewegen. (Aus dem Amerikanischen von Helmut M. Braem, Fischer Verlag)

Warum ich das ausgerechnet jetzt poste? Es passt grad gut.

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