Kategorie: prosabruch

  • siebzehnelfelf

    weiche nacht, gestreutes licht. die luft halte ich an.  greife so, einfach so hinein mit meinem blick in diese, weißt du. in diese weiche nacht, in dieses gestreute licht. in die farben hinein. über dem fluss lila, ganz weit. und grün und rot. ich kann es nicht sagen. ganz weit. von unten tiefes lila nach…

  • einsneunelf

    geeist verreist versteinert. ein stab durch die mitte in den boden getrieben, an dem häng ich oder hängt er an mir. im dunklen eck vom dunklen zimmer. ineinander in sich, ineinander in mich verschachtelt, verdreht, verkeilt, verschränkt. verloren, verloren. verlier dich, sagt das große, verlier dich. dann schwindet am ende die dichte. im kleinsten. im…

  • siebensiebenneun

    die luft riecht nach warmem asphalt. man muss einatmen und sich an etwas erinnern. eine frau mit goldenen sandalen, in kurzem rock und gelbem t-shirt, unter blauem schirm. draußen, zwischen donner und regenschauern. wir, in der straßenbahn geschützt, sehen zu, wie sie sich bückt. die schuhe auszieht, barfuß weitergeht, grazil, eine vorsichtige katze. die nackten sohlen…