aufzug ohne wände, der boden: ein halbes oval. direkt am schacht betongesause hinunter, hinunter, spürst du den wind? ein fremder und jemand, der ich war und nicht ich. ich/nichtich bog den rücken, hatte flügel und keine. ein zittern, schmetterlingshaut hielt dem luftzug kaum stand. dann ende. ein quaderraum schatten, nicht mehr. sehr lautes getöse, sehr, sehr lautes getöse, fabriklärm, ein dröhnen, ein monoton über allem. dazwischen der fremde, gelächter, schrie herüber zu mir, die ich war und nicht, schrie mit kraft, dass man höre auf armlängendistanz: das sei normal in der hölle, das gäbe es hier immer wieder. er meinte den lärm.

tag, tag, tag. die steinbank wärmt den hintern, der wind beißt, wo er kann. ein regiment braver wasserflächen. in strenge form gebrachte anlockorte für bälle aller art. für leere plastikflaschen. zerquetscht, verdreht. für park-ozeanographen. für froschlaichsucherinnen. für spiegeltolle krähen und spatzen mit humor. im glitzersonnenlicht wächst unter miniwellen algengrüne anarchie. das schilfhaar kurz geschoren.

fledermausverbündete. erdhügelerklimmerin. nasses gras schaudert dem morgen entgegen. amseln blinzeln, ob es schon graut. räuspern sich, probehalber. tief am firmament kriecht orion dem winter hinterher.

ist ein nichts. ein weh. ein licht. ist ein hier. ein ding. ein schnee. ist ein so. ein so, ein dort. ist ein eben. ein jetzt. ein fort. ist ein mai der kommen mag. ist ein tag, ein nacht, ein tag. ist ein ein. kein zwei. kein ich. ist ein nicht, kein weh, kein licht. ist ein ruf, ein laut, ein ton. ein wandern ist es auch. ein weg. ein zweck. ein ruh‘. ein kalt. ein hell. ein glas. ist ein wand. ein hand. darauf ein tasten, drücken. ein hinsichbücken. ist ein nichts, sag ich, ein nicht. ist ein weh. ein ding, ein schnee. ein rabenvieh, ein hund. ein ist. ein nie. ein weit, ein leer. ein: ich will nicht mehr.

nebel leichtes leichentuch. alles, alles. erdbraun und felder, worauf es sinkt. will auch sinken. den kopf öffnen. hat sich darin ein bild verfangen, gestern, von einer bleiernen schale. ist nur licht auf einem kuppeldach. stilles geprotze. ob der mond sich darauf abstützt oder es weit von sich schiebt. hier, über den feldern, will es schweben. angehoben will es werden.

putz‘ die farben aus, sagst. nimm die leinwand da hinten, wasch‘ die farb‘ aus den pinseln.

wo’s tropft doch draußen, auf straße und erd‘. vorm haus ist ein grenzstein, da sitz ich und wart‘. worauf wartest? auf’s wetter. weil, der tag hält die hand in die wolken, quetscht sie über’s dach. ein sturm übt den aufstand und sammelt die truppen. schmeißt um sich mit blättern und plastik und bomben, reißt an sich, was los‘ ist, was fest ist, reißt mich von dem stein fort und wirft mich hinein in sein tobendes herz.

geh‘ schlafen, gib ruh‘, sagst. und drehst dich zur leinwand. wischt aus den pinseln, was drin‘ ist an farb‘.

vierfünfdreizehn

04/05/2013

fliegen tausendfach. fliegen. tausendfach. käfer, bienen, insekten, gegräse. blumen. dahinter rasenmähermotorlärm. am schornstein die amsel positioniert. verschluckt sich am ton, rülpst laute, zwitschert. am himmel erst nix, dann flugzeug, dann schall. die sonne zwickt. der wind. der wind. rauscht, weht und fängt. trägt höher die welt, höher. grün, von ästen durchzogen. schattiert, gelichtet, verdichtet. wolken mit dunklem rand. schwergebäuche. schiebt sich ins blau.