Kategorie: alltag

  • Eine Woche Glück in Ungarn …

    … beim International First Novel Festival, bei Lesungen und Gesprächen in Budapest, Debrecen und Piliscsaba. Der „Watschenmann“ zeigt mir die Welt, und die liegt gleich um’s Eck.

  • vierundzwanzigvierfünfzehn

    martini rosso in budapest egészségére, oma

  • dreißigdreifünfzehn

    zieht regen über’s land, steigt in furchen schrägt in kurven in wellen in kleinen gewässern apriliert wind, verbrist sich, zupft an dächern, an schindeln schiebt seine luft, seine luftigen finger will lösen und heben und lupfen und fahren will stöbern getobtes getöse frustiges jagen dem heurund das fell abgezogen weiße gespenster losgelassen flattern sich hoch…

  • fuenfzehnviervierzehn

    was nacktes. oder? getickte nacht zerteilt. in den büschen rascheln die vögel im schlaf. nicht die blätter: die vögel. oder katzen. könnten auch ratten sein. was stehst du am fenster? wieso greift nichts nach mir, wieso ist oben, im hofdächergeviert, der himmel bleidunkles anthrazit? gekipptes gebirge aus schwarzer schattierung, verkehrt lockt der gipfel. schauen muss…

  • achtviervierzehn (nachtmahr)

    aufzug ohne wände, der boden: ein halbes oval. direkt am schacht betongesause hinunter, hinunter, spürst du den wind? ein fremder und jemand, der ich war und nicht ich. ich/nichtich bog den rücken, hatte flügel und keine. ein zittern, schmetterlingshaut hielt dem luftzug kaum stand. dann ende. ein quaderraum schatten, nicht mehr. sehr lautes getöse, sehr,…

  • zweiundzwanzigdreivierzehn (frühling II)

    tag, tag, tag. die steinbank wärmt den hintern, der wind beißt, wo er kann. ein regiment braver wasserflächen. in strenge form gebrachte anlockorte für bälle aller art. für leere plastikflaschen. zerquetscht, verdreht. für park-ozeanographen. für froschlaichsucherinnen. für spiegeltolle krähen und spatzen mit humor. im glitzersonnenlicht wächst unter miniwellen algengrüne anarchie. das schilfhaar kurz geschoren.

  • einundzwanzigdreivierzehn (frühling I)

    fledermausverbündete. erdhügelerklimmerin. nasses gras schaudert dem morgen entgegen. amseln blinzeln, ob es schon graut. räuspern sich, probehalber. tief am firmament kriecht orion dem winter hinterher.

  • vierundzwanzigeinsvierzehn

    ist ein nichts. ein weh. ein licht. ist ein hier. ein ding. ein schnee. ist ein so. ein so, ein dort. ist ein eben. ein jetzt. ein fort. ist ein mai der kommen mag. ist ein tag, ein nacht, ein tag. ist ein ein. kein zwei. kein ich. ist ein nicht, kein weh, kein licht.…

  • siebzehneinsvierzehn

    nebel leichtes leichentuch. alles, alles. erdbraun und felder, worauf es sinkt. will auch sinken. den kopf öffnen. hat sich darin ein bild verfangen, gestern, von einer bleiernen schale. ist nur licht auf einem kuppeldach. stilles geprotze. ob der mond sich darauf abstützt oder es weit von sich schiebt. hier, über den feldern, will es schweben.…

  • vierundzwanzigsiebendreizehn

    putz‘ die farben aus, sagst. nimm die leinwand da hinten, wasch‘ die farb‘ aus den pinseln. wo’s tropft doch draußen, auf straße und erd‘. vorm haus ist ein grenzstein, da sitz ich und wart‘. worauf wartest? auf’s wetter. weil, der tag hält die hand in die wolken, quetscht sie über’s dach. ein sturm übt den…