9. November: GOLD in Leoben
05/11/2025
Seit dem 5. Oktober und noch bis zum 16. November ist Oskar Stockers SCHEIN – HEILIG in Leoben zu sehen und zu erleben. Ich trage mit einer kurzen Lesung zu dieser Intervention bei, am kommenden Sonntag im Anschluss an die Messe. Wir sind in einer katholischen Kirche, in der Oskar den Aposteln die Aufmerksamkeit entzogen hat. Diese gilt den Frauen, auch in meinem Text, an dem ich noch feile.
Aus der Ankündigung: „In der Stadtpfarrkirche St. Xaver lädt die künstlerische Intervention von Oskar Stocker zu einem visuellen Dialog ein, der Apostelfiguren in lachsrosa Seide verhüllt und zeitgenössische Frauenporträts aus Leoben als lebendiges Gegenstück hervorhebt. Die strahlenden Frauenporträts kontrastieren die historische Dominanz der männlichen Präsenz und öffnen Raum für Reflexion über sichtbare und verborgene Rollen in Kirche und Alltag.“
Mein Beitrag ist mit „Gold“ angekündigt. Werden wird es eher „Goid“, weil wieder ein Dialektversuch.
Stadtpfarrkirche St. Xaver, Leoben
Sonntag, 9. November
11:00 Uhr: Gold. Karin Peschka
Sonntag, 16. November
11:00 Uhr: Liebe. Marlene Streeruwitz
Wenn Autorinnen reisen …
01/11/2025
… kommen Bücher heraus. Oder – wie in diesem Fall – die Anthologie Der Stoff aus dem die Sätze sind – von Elke Atzler und Manfred Müller (beide ÖGL – Österreichische Gesellschaft für Literatur) herausgegeben und Anfang September 2025 im Luftschacht-Verlag erschienen. 
Der Untertitel Österreichische Autorinnen und Autoren unterwegs in der Welt verrät den Ursprung: Die Texte wurden ursprünglich für die Webseite www.literaturdialoge.at verfasst. Die Beiträge dieser Ausgabe stammen von Luna Al-Mousli, Katherina Braschel, Paul Divjak, Marie Gamillscheg, Andrea Grill, Elias Hirschl, Peter Karoshi, Margarita Kinstner, Erich Klein, Gertraud Klemm, Angela Lehner, Sama Maani, Ana Marwan, Anna-Elisabeth Mayer, Teresa Präauer, Sophia Lunra Schnack, Cornelia Travnicek, Daniel Wisser und mir.
Wir berichten darin von Reisen, die durch das österreichische Außenministerium sowie die österreichischen Kulturforen und Botschaften ermöglicht wurden. Das Buch ist im lokalen Buchhandel erhältlich. (Und im anderen auch.)
20. Oktober: Der Zeit ihre Bücher in Linz
14/10/2025
Nach der Veranstaltung ist vor der Nachschau – der Abend im Kepler Salon wurde aufgezeichnet:
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Kommenden Montag bin ich Gast im Linzer Kepler Salon und werde mit Shoura Zehetner-Hashemi (Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich) und Barbara Jany (Literatin, Organisationsentwicklerin und Gastgeberin des Salons) im Rahmen der Reihe Der Zeit ihre Bücher über die Frage sprechen: Wir müssen nur wollen!?
Aus der Ankündigung: »Oft wissen wir, was zu tun wäre, um gesünder zu leben, das Klima zu schützen und für ein gleichwürdiges Miteinander zu sorgen. Doch Wissen ist nicht Wollen – und auch dann ist es oft noch ein weiter Weg zum tatsächlichen Tun. Von der Wissenschaft bis zur Ratgeberliteratur gibt es jede Menge mehr oder weniger hilfreiche Empfehlungen dafür. Was aber haben Schriftsteller*innen dazu zu sagen? Barbara Jany erforscht mit ihren Gästinnen in literarischen Werken, warum uns Veränderung oft schwer fällt – und was dann doch dazu führen kann.«
Ich freu mich die Podiumsdiskussion und das Gespräch mit dem Publikum.
Montag, 20.10.2025
19:30 – 21:00 Uhr
Kepler Salon
Rathausgasse 5
4020 Linz
Eintritt frei
Begrenzte Platzanzahl
12. Oktober: Matinee-Gespräch in Eferding
09/10/2025
Noch bis 12. Oktober im Eferdinger Schloss Starhemberg zu sehen: Verknüpft – Verwoben – Verbunden | Karin Hehenberger, Elke Huber und Evelyn Kreinecker
Bei der Matinee und Finissage steht am Sonntag, den 12. Oktober 2025, um 10:00 Uhr ein interdisziplinärer Austausch auf dem Programm. Ich spreche mit diesen Kolleg/innen über das Spannungsfeld zwischen Kunst, Historischem und Gegenwärtigem und den Einfluss von individueller und kollektiver Geschichte auf das eigene, zeitgenössische Tun:
- Christine Haiden – Journalistin und Moderatorin
- Alfred Weidinger – Kunsthistoriker und Museumsmanager
- Judith Ramerstorfer – Sängerin
- Philippine Bollwein – Restauratorin
Ausstellungsdauer: 2. bis 12. Oktober 2025
Öffnungszeiten: Freitag 14:00 – 18:00 Uhr; Samstag und Sonntag 10:00 – 12:00, 14:00 – 18:00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Führungen durch die Ausstellung: jeweils um 15:00 Uhr
25. September: dreimaldrei!
19/09/2025
Nicht als Autorin, sondern als Gastgeberin auftreten? Gerne drei Mal im Jahr! Und das gemeinsam mit Marianne Jungmaier und gleich in ein paar Tagen. Alle Infos dazu unter drei-mal-drei.at. 🥳
Hier und Heute als E-Book erhältlich
16/09/2025
Jetzt ist sie da, die Anthologie, mit der Gerhard Ruiss als Herausgeber jene 115 literarischen Beiträge österreichischer Autorinnen und Autoren versammelt, die zwischen 2021 und 2023 auf der eigens dafür eingerichteten Internetseite der Zeitschrift VOLLTEXT veröffentlicht wurden: Hier und Heute – Positionen österreichischer Gegenwartsliteratur. Eine Reaktion auf die prekäre Situation Kultur-Schaffender während der Corona-Pandemie, dann zusätzlich ein Auftakt zum Österreich-Schwerpunkt der Leipziger Buchmesse 2023. Auch ich bin mit einem Beitrag vertreten und freu mich, dass diese wichtige Aktion mit dem E-Book nun als Gesamtausgabe veröffentlicht wird.
Hier und Heute – Positionen österreichischer Gegenwartsliteratur ist auf den meisten E-Book-Plattformen erhältlich. Weitere Informationen zum Projekt und seinem Hintergrund finden sich hier: Volltext-Nachrichten: Hier und Heute
Dschomba in LITTERALL
09/09/2025

Klick führt zur Web-PDF-Version von Litterall, Ausgabe 31 (© Litterallea), die Dschomba-Übersetzung findet sich ab S 110.
Wird das eigene Werk in eine andere Sprache übersetzt, so ist das immer eine besondere Freude. In diesem Fall betrifft es, neben anderen Texten deutschsprachiger Autor/innen, einen Auszug aus Dschomba, vonFrançoise Toraille ins Französische übersetzt. Erschienen in der Litterall-Ausgabe Nr. 31, die dem Thema Appartenir (Zugehörigkeit) gewidmet ist. Für alle, die dieser schönen Sprache mächtig sind: Über die Web-PDF-Version lässt sich die Literaturzeitschrift gratis lesen.
Hier noch eine übersetzte und gekürzte Zusammenfassung des Editorials von Jeffrey Trehudic:
Zugehörigkeit
Diese Ausgabe stellt die Frage nach Zugehörigkeit: zu einer Sprache, einem Raum, einer Kultur? Zu Deutschland, zur deutschen Sprache? Oder auch zu anderen Orten und Sprachen, die Teil unseres Lebens sind. Zugehörigkeit verändert sich – je nach Erfahrung, Wahrnehmung und Zuschreibung.Olivia Wenzel beschreibt eine Protagonistin, die mit hasserfüllten Diskursen konfrontiert ist und deren Leben von Angst geprägt wird. Anne Rabe zeigt, wie Gewalt das Familien- und Schulleben einer Jugendlichen zerstört und sie in ausweglosen Systemen gefangen hält.
Slata Roschals Erzählerin, in Ostdeutschland aufgewachsen, ist zwischen verschiedenen Identitäten verortet – Russin, Deutsche, Jüdin, Frau – und zugleich keiner ganz zugehörig. Tomer Gardi thematisiert Sprache als Störung: in fehlerhafter Grammatik, verkörpert durch einen Eindringling im Jüdischen Museum Berlin, der eine fragile deutsche Kultur irritiert.
Mátyás Dunajcsik macht Sprache zum offenen Raum, der Freiheit und Hoffnung ermöglicht. Sebastian Unger begleitet den Übersetzer Mark Belorusets in Kiew, wo Aichingers Gedichte einen Lichtpunkt in dunkler Zeit bilden. Alexandru Bulucz ruft in seinen Gedichten Erinnerungen an ein vergangenes Rumänien wach. Karin Peschka bewahrt Geschichten eines Jugoslawen, eines Priesters und eines Friedhofs in einem österreichischen Dorf.
Zugehörigkeit – wohin, wann, wozu, wenn Geschichte Menschen ausschließt und an den Rand drängt? Sprache und Literatur können Halt geben. Doch die Frage bleibt: Wem gehören Geschichten, Mythen, Gedichte?
Jeffrey Trehudic
Für die Redaktion
12. August: Goschada Mond im Strudengau
13/07/2025
Meine von Rudolf Jungwirth vertonten Dialekt-Haiku rund um den „goschadn mond“ sind Teil unseres Konzerts im Bad Kreuzen. Den schönen Kurort im Strudengau wusste schon Anton Bruckner zu schätzen. In den Jahren 1864 und 1867 verbrachte er, erschöpft und psychisch angeschlagen, dort jeweils mehrere Monate in der „Kaltwasserheilanstalt“.
Wir hingegen bleiben nur einen Abend, freuen uns auf viele Gäste und die Begrüßung/das Intro von Norbert Trawöger.
Goschada Mond!
Karin Peschka, Text, Sprecherin
Judith Ramerstorfer, Sopran
Ensemble Triogonal
Musik von J. S. Bach, Rudolf Jungwirth, Bernd Preinfalk
Texte von Karin Peschka
Dienstag, 12. August 2025, 19 Uhr (18.30 Uhr: iNTro mit Norbert Trawöger)
Pfarrkirche Bad Kreuzen, 4362 Bad Kreuzen
Infos und Tickets: Donaufestwochen im Strudengau
Nachschau zur Preisverleihung …
15/06/2025
… und, wer mag, Reinhören ins vielleicht Unerwarte. Als mir vor ein paar Wochen der Veza-Canetti-Preis verliehen wurde, las ich Lyrisches, und zwar zwei Teile des Dialekt-Gedichts bus grås haud haam (im Video ca. ab Minute 44:00) und die Ludwig Hartinger gewidmete Litanei ab- und angesang (ab ca. 1:13:00). (Irgendwann kommt alles raus, so oder so.)
Veranstaltet wurde die Verleihung am Mittwoch, 30. April 2025, vom Kulturreferat der Stadt Wien in der Alten Schmiede Wien. Ich danke Veronika Kaup-Hasler für die schöne, stimmige Begüßung, meiner Laudatorin und so angenehmen Gesprächspartnerin Nicole Dietrich, dem geschätzten Team der Alten Schmiede (auch für die Aufzeichnung) und den lieben Leuten im Publikum, darunter mein Verlag, Familie, Freundinnen und Freunde. Fesch war’s!

Veza Canetti (geboren am 21. November 1897 in Wien als Venetiana Taubner; gestorben 1. Mai 1963 in London)
Im Sommer 2024 überraschte mich die Nachricht, dass mir der Veza-Canetti-Preis der Stadt Wien zuerkannt wurde. Jury: Mag.a Andrea Fredriksson-Zederbauer, Angelika Reitzer, Mag. Peter Zimmermann
Aufgrund diverser Umstände hat es ein wenig bis zur offiziellen Preisverleihung gedauert, was meine Freude über diese Auszeichnung in keinster Weise schmälert. Hatte ich so doch Zeit, mich wieder eingehender mit der Namensgeberin des Preises zu beschäftigen. Und das rate ich jeder und jedem: Veza Canetti war eine faszinierende Persönlichkeit und eine wunderbare Schriftstellerin. Mögen ihre Werke vielmals gelesen und/oder aufgeführt werden! Hier gibt es einen kurzen Einblick ihr Leben und Schaffen: Veza Canetti
Gefeiert wird im Rahmen einer Veranstaltung des Kulturreferats der Stadt Wien in der Alten Schmiede Wien. Die Verleihung erfolgt durch Veronika Kaup-Hasler, mit der Laudatorin Nicole Dietrich werde ich ein Gespräch führen, und (danach, davor, dazwischen? Wir werden sehen!) gibt es eine Lesung.
Freue mich auf den Abend, auf viele liebe Leute im Publikum, darunter mein Verlag, Familie, Freundinnen und Freunde. 🥳
Mittwoch, 30. April 2025, Beginn 19.00 Uhr
Alte Schmiede
Kunstverein Wien
Schönlaterngasse 9
1010 Wien, Österreich








