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Michael Hedwig, Udo Somma, Hansi Hubmer, Rudolf Jungwirth und ich feiern die Uraufführung der „Verbindungen“. Juni 2016, Bild: Joanna Pianka

Freue mich sehr über dieses schöne Heft! Nicht nur (aber auch) weil in den LICHTUNGEN # 161/2020 der 3. text: sprache und geschrei abgedruckt ist, inklusive der wunderbaren Übersetzung von Geoffrey C. Howes.

3. text: sprache und geschrei ist ein Auszug aus Verbindungen: Fries, Klang, Text – eine Projekt mit Michael Hedwig (Bild), Rudolf Jungwirth (Klang) und Udo Somma (Technik), uraufgeführt im Juni 2016 in der Bibliothek der Akademie der Bildenden Künste.

LICHTUNGEN # 161/2020, Schwerpunkt: Katalanische Literatur. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik: meine Empfehlung, ganz aktuell.

Ich poste mir etwas Zuversicht in den eigenen Blog hinein: Kultur Langenlois veranstaltet am 26. und 27. September 2020 die vierzehnte Septemberlese. Motto: Auf und davon!

Da fahr ma hin, da simma dabei.

Birgit Birnbacher – schon wieder an meiner Seite. ❤

Es lesen und freuen sich drauf: Josef Haslinger, Birgit Birnbacher, Radek Knapp, Jaroslav Rudiš und ich.

Musik, wie fein, von Stefan Sterzinger und Aliosha Biz.

Wer, wann, wo und wie? Alle Details finden sich hier: Septemberlese Langenlois

Meine Kollegin, die Schritstellerin Marlen Schachinger hat das wunderbare Projekt Arbeit statt Almosen – Literature goes Crowdfunding initiiert und mich dazu eingeladen. Gemeinsam mit neunzehn weiteren Autorinnen, quer durch alle Gattungen und Genres, schreiben wir Texte für die Anthologie Fragmente: Die Zeit danach.

Mit dabei sind u.a. Corinna Antelmann, Judith Auer, Katharina Goetze, Andrea Grill, Rebecca Heinrich, Silvia Hlavin, Marianne Jungmaier, Julia D. Krammer, Ursula Laudacher, Cordula Nossek, Marlen Schachinger, Siljarosa Schletterer, Angelika Stallhofer, Katharina Tiwald, Renate Welsh und ich.

Unterstützer/innen der Crowdfunding-Aktion sichern sich ein literarisches Dankeschön als e-book oder als gedrucktes Buch. Das erste Fundingziel von 13.000 € wird als Honorar an die Autorinnen und Lektorinnen bezahlt, es finanziert außerdem Druck und Satz sowie begleitende PR. Beim Erreichen des zweiten Fundingziels von 24.000 € werden auch die Lesungshonorare der Autorinnen finanziert und weitere Kolleg/innen eingeladen.

Uschi und ich vor den Bildern unserer Großeltern – in unserem Eferdinger Gastzimmer

Sollte die Anthologie zustandekommen, veranstalten meine Schwester und ich in unserem Eferdinger Gastzimmer eine Lesung mit Buchpräsentation – und laden dazu mindestens zwei Autor/innen ein, die nicht in der Anthologie vertreten sind: Auch sie sollen daran verdienen. Die Branche ist hart, wir halten zusammen.
In diesem Sinn, macht bitte mit – alle Informationen auf Arbeit statt Almosen: Literatur goes Crowdfunding.

Der neue Monat fängt für mich wunderbar an, zumindest in dieser Hinsicht: Die soeben veröffentlichte ORF-Bestenliste im April wird angeführt von Monika Helfers Roman Die Bagage, gefolgt von Hilary Mantels Spiegel und Licht auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz teilen sich ex aequo Birgit Birnbachers Ich an meiner Seite und mein Putzt euch, tanzt, lacht. Mit nur einem Punkt Abstand uns dicht auf den Fersen: Helena Adlers Die Infantin trägt den Scheitel links, ex aequo mit Paul Celans Briefen etwas ganz und gar Persönliches.

Ich freue mich sehr über diese schöne Nachbarschaft! Und zitiere den Bestenlisten-Text, der sich auf mein Buch bezieht (weil tingeln g’hört zum G’schäft, auch wenn es mich verlegen macht):

Bereits mit ihrem Debütroman „Der Watschenmann“ hat Karin Peschka für Furore gesorgt. Inzwischen zählt sie zu den markantesten Gegenwartsschriftstellerinnen Österreichs. Mit ihrem neuen Roman „Putzt euch, tanzt, lacht“ – ein Zitat Arthur Rimbauds – führt sie ihr bisheriges literarisches Werk konsequent weiter: Formale Präzision und gesellschaftspolitische Brisanz gehen darin Hand in Hand. Peschka stellt ins Zentrum ihres neuen Textes Menschen, denen die herrschenden gesellschaftlichen Konventionen ihre Würde abspenstig zu machen versuchen. Ein leichtfüßiger, zugleich tiefgründiger Roman, der dazu anstiftet, auszubrechen aus Kontexten, die Verhärtung und Erstarrung befördern.

Die Übersicht und alle weiteren Platzierungen findet sich hier: ORF Bestenliste im April

Die Redaktion von Lesart – das Literaturmagazin – lädt in der Reihe Autor*innen empfehlen Autor*innen dazu ein, im Frühjahr 2020 erschienene Bücher vorzustellen. Nachdem sich Birgit Birnbacher (Bachmannpreis 2019) für mein neues Buch entschieden hat (danke!), war ich an der Reihe. Entschieden habe ich mich leichten Herzens für Herrmann, den vor kurzem im Droschl Verlag erschienen Roman von Bettina Gärtner.

Hier mein Beitrag zum Nachhören:

Und hier der Text zum Nachlesen:

Herrmann von Bettina Gärtner

Es ist die Sprache mit ihrer in feinen Nuancen changierenden Färbung, die über die Erzählung hinaus Stimmungen schafft, grundverschiedene Atmosphären der Lebenswelten der Titelfigur. Aber, ob diese Welten tatsächlich so verschieden sind? Herrmann ist nicht nur der unkündbare Angestellte im mittleren Management. Er führt die Hundezucht des verunglückten Vaters fort und weiß nicht, ob er das wirklich möchte. Dem Elternhaus gegenüber wohnend, in einer Landgemeinde, aus der er in die Bundeshauptstadt pendelt.

Abends warten Mutter und Schwester, Herrmann schlüpft der Mutter zuliebe in die Hausschuhe des Vaters, was bei Bettina Gärtner so klingt: „Er betrat sein Elternhaus nicht erst seit dem Unglück nur noch mit dem Wunsch, es schnell wieder zu verlassen. Wie immer scharrten die Hunde hinter der Tür, und die Hausschuhe seines Vaters brachten ihn aus der Fassung.“ (S 61) Den Rest des Beitrags lesen »

Was macht die Wirtstochter am Vorlesetag 2020? Sie liest – für die Stadtbücherei Eferding – einen Text vor, in dem es (auch) ums Essen geht: „Wirtskinder“, erschienen in SALZ, Zeitschrift für Literatur, Heft 160/ Juni 2015.

Ich erzähle darin aus der Geschichte meiner Familie – und wie es ist, als Kind von Wirtsleuten aufzuwachsen.

Begonnen hat alles mit den Großeltern, die sich vor mehr als hundert Jahren in St. Gilgen kennenlernten, im Hotel Excelsior, wo sich Franz, der Küchenchef, in Maria, die Kaffeeköchin verliebte.

Der Herr mit dem strengen Blick (dritter von links) ist unser Großvater, Franz Peschka, zu jener Zeit noch Küchenchef im Salzburger Peterskeller.

Und wer Lust hat auf die im Text erwähnten Zwetschkenpofesen, hier geht es zum Rezept, original zubereitet von unserem Vater: Herr Peschka kocht … Zwetschkenpofesen

Mahlzeit!

Als Reaktion auf die Absage der Leipziger Buchmesse habe ich vor ein knapp zwei Wochen den YouTube-Kanal 15 Minuten für Leipzig eingerichtet. Die Reaktionen waren schön, die Begeisterung groß, einige wollten ihre Videos aufnehmen und auf der Plattform teilen. Soweit ist es nicht gekommen, die Zeit hat uns überrumpelt.

Das Gute: Es gibt große Zahl spannender Initiativen im virtuellen Raum zur Unterstützung von Kulturschaffenden. Mit größerer Reichweite als mein eigener Kanal, daher: Vollstes Verständnis für alle, die dort veröffentlichen wollen! Ein Beispiel für viele: Das Innsbrucker Literaturhaus am Inn hat seine Aktivitäten ins Netz verlagert.

Und ich? Habe den Namen meines Kanals kurzerhand in 15 Minuten für Literatur geändert.

Für Schreibende, die eine (Non-Profit-)Plattform brauchen, zum Beispiel um das Video dann auf der eigenen Webseite einzubetten, zu verschicken, zu teilen. Um Werbung zu machen, für das Buch, für den Autor oder die Autorin – denn es wird ganz sicher wieder Lesungen geben.

Bei Interesse: Schreibt mir einfach, wir klären die Details.

… für den lokalen Buchhandel. Zum Beispiel: Am 18. März per Mail in der Ottensheimer Buchhandlung Der kleine Buchladen bestellt – heute (20. März) mit der Post gekommen.

Der kleine Ganesha-Elefant ist eine Leihgabe von Marianne Jungmaier, die ich nicht nur als Autorin sehr schätze. Sie unterrichtet auch Yoga – in Zeiten wie diesen online: Maitra – Yoga und Meditation.

Alles (zumindest vieles) geht irgendwie.

Gestaltet von Danela Wagner, wunderbar gelesen von Gerda Lischka. Sieben Tage in der ORF-Radiothek nachzuhören (bis Freitag, 20. März 2020, 11 Uhr).

Es geht los: Der YouTube-Kanal Fünfzehn Minuten für Leipzig ist eingerichtet, erste Interessent/innen haben sich schon gemeldet. Hier gibt es meine Lesung als Beispiel, wie man es machen könnte … und weiter unten stehen dann einige Informationen für alle, die mitmachen möchten.

Fünfzehn Minuten für Leipzig ist ein Projekt (nicht nur) für österreichische Autor/innen und Programm-Macher/innen, die zur – leider abgesagten – Leipziger Buchmesse gefahren wären. Und die trotzdem vorstellen möchten, was für die Messe geplant und vorbereitet war.

Wer teilnehmen möchte nimmt ein Video (oder Audio mit „Standbild“) für den YouTube-Kanal auf:

  • Dauer: maximal 15 Minuten
  • Format: Liste der von YouTube unterstützten Dateiformate
  • Ton: wichtig – ein externes Mikrophon empfehlenswert
  • Für den Info-Bereich unter dem Video Details zur Autorin, zum Autor, zum Buch, zum Verlag, zur Intention vorbereiten

Details zum Hochladen auf die Plattform werden noch geklärt (kommt auch auf die Gesamtzahl an) – und ich schlage vor, bei den Videos die Bewertungen und Aufruf-Statistiken zu verbergen. (Ich habe bei meinem – vorerst – auch die Kommentar-Funktion deaktiviert.)

Wichtig: Wenn es sich um konkrete Lesungen handelt, muss das Einverständnis des Verlags eingeholt werden. Die öffentliche Zugänglichmachung des Textes wird in den meisten Verlagsvertragen dem Verlag übertragen.

Mitmachkontakt: fuenfzehnfuerleipzig@gmail.com

Meldet Euch, ich freu mich!

Eure Karin Peschka

PS: Ich bin in den sozialen Medien nicht sehr bewandert. Falls sich jemand findet, der Fünfzehn Minuten für Leipzig auf Twitter/Instagram/Facebook & Co verbreiten möchte: Gern!