So schau‘ ich aus. Werde nicht immer, aber hoffentlich oft in Klagenfurt sein.

Von Mai bis Oktober 2018 bin ich die Klagenfurter Stadtschreiberin. Ich habe mir folglich überlegt, wie wir einander kennenlernen können. Und bin zum Entschluss gelangt: Ich versuche, in text-verzwickten Angelegenheiten zu helfen.

Was könnte das sein? Eine Einladung zu einem besonderen Fest (oder einem ganz profanen). Die Rede zu einem familiären, feierlichen, spontanen Anlass. Ein literarischer Versuch. Eine Bewerbung, die flüssiger formuliert werden könnte. Der Lebenslauf, dem ein zweiter Blick guttut. Ein Aufsatz für die Schule, wenn eine gute Idee grad wichtig wäre. Der Aufbau einer Seminararbeit. Ein Brief. Ein Liebesbrief. Lyrics für den neuen Song. Warum nicht? Und warum nicht auch ein wenig über die deutsche Sprache sprechen, damit sie weniger fremd ist.

Wie und wo? Bin ich in Klagenfurt, werde ich zu bestimmten Zeiten in einem Kaffeehaus oder einem Gastgarten sitzen. Wo und wann (die Gwirks-Termine), kündige ich auf meiner Webseite rechtzeitig an. Wahrscheinlich sehe ich beschäftigt aus, weil ich lese oder schreibe. Aber eigentlich werde ich warten, ob sich jemand zu mir setzt. Oder, das geht auch, wir vereinbaren ein Treffen per Mail.

Gibt es schon Geschriebenes, bitte mitnehmenAuf dem Notebook, Tablet, ausgedruckt, auf einem USB-Stick – das ist einerlei. Einzige Ausnahme: Keine Texte per E-Mail schicken. Einzige Bitte: (relativ) kurze Texte. Alles andere wäre zu viel. Der Rest meiner Klagenfurter Zeit soll dem Roman gehören, an dem ich gerade schreibe.  

Ich bin auf der Suche nach guten Plätzen. Haben Sie ein Kaffeehaus, ein Wirtshaus oder kennen Sie einen anderen quasi öffentlichen Raum, der sich eignet? Wenn Sie mir dann nach Vereinbarung einen (relativ) ruhigen Tisch freihalten können (an dem ich beschäftigt aussehen kann, wo ich doch eigentlich warte), bitte melden Sie sich bei mir. Versprochen, ich konsumiere. Und bleibe nicht ewig sitzen.

Petition unterzeichnen, Bus signieren.

Der EMIN-Bus im Klagenfurter Landhaushof.

Die Projekte und Aktivitäten der Armutskonferenz verfolge ich, seit es sie gibt. Dass ausgerechnet an meinem ersten Tag in Klagenfurt der EMIN-Bus im Landhaushof Station machte, finde ich folglich wunderbar, denn es gibt mir die Gelegenheit, auf das Projekt EMIN hinzuweisen. EMIN steht für European Minmal Income Network – und setzt sich ein für adäquate, niederschwellige, gut zugängliche Mindestsicherungs-Systeme in ganz Europa – unterstützt durch eine EU-Rahmenrichtlinie.

Solidarisch gegen Armut sein heißt, Menschenwürde zu fördern. Mehr Infos dazu auf den Seiten der Armutskonferenz.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

… ein dickes Buch, ein dünnes, den Monsterbecher, die Schlafmaske, das First-Aid-Kit (wurde mir beim Innsbrucker Prosafestival geschenkt) und meine geliebte Pferdedecke.

Der Plan für die ersten Tage: Wohnung beziehen, durchschnaufen, Stadtschreiberei starten. Also das kleine Projekt initiieren, das ich mir für meine Zeit in Klagenfurt ausgedacht habe. Mehr dazu? Bald.

Bin neugierig, ein wenig nervös – und freu mich.