Der Morgen weht graues Licht durch die Straßen. Fräulein Luise und die anderen verlassen, zerschlissene Jacken umgeworfen, die nächtliche Gruft, ihr Asyl. Sie gehen, stolpern, hinken in den Park, zum Bahnhof, in Wärmestuben, aufs Arbeitsamt, zum Supermarkt, zum billigen Tetra-Pak-Rotwein, den sie teilnahmslos der Kassiererin unter die Nase halten, den diese teilnahmslos abkassiert, worauf in…
Also ich und er. Was noch zu tun ist: Die Wohnung putzen. Einen Plan machen? Duschen. Haare waschen. Dann: Nichts mehr. Am Nachmittag wird das Krachen beginnen, durch den Gassennachhall verstärkter Lärm, den man riechen kann. Sofern man das Fenster öffnet. Wenn man das Fenster öffnet und nach oben sieht. Dann ist oben ein ferner…
Die Hoffnung aus Österreich Den Nachmittag hatte ich in der Stadt verbummelt, war also recht spät unterwegs am Abend, vom Hotel (in der Nähe der Victoria Station), runter zur Albert Bridge, dort ein paar mulmige Momente wegen der engen und einsamen Fußgängerschleuse der für den Autoverkehr gesperrten Brücke, dann von Absolute Radio mit einem 80er-Jahre-Spezial…
Gegenüber hockt eine Taube im Abendlicht gerade so hinter der Dachkante, dass nur ihr gedrungener Oberkörper zu sehen ist. Sofern Tauben Oberkörper haben. Sie sieht sich die pfeiligen Schwalben an, folgt ihnen mit Kopf und Schnabel. Drei Äpfel liegen neben mir auf der Holzbank, erst dachte ich, sie wären so duftig, dann war es doch…