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Ungewöhnliche Zeiten ergeben ungewöhnliche Terminplanungen. Und so kommt’s, dass ich am letzten Samstag im September mittags in Salzburg aus Putzt euch, tanzt, lacht lese und abends in Niederösterreich. Beide Male in bester Gesellschaft, sowohl beim Salzburger Literaturfest Spezial als auch bei der Septemberlese in Langenlois. Quasi ein Super-Samstag, auf den ich mich freue – und so schaut er aus im Detail:

Literatur findet Land – Prosamatinee

Samstag, 26. September · 11:00 Uhr
TriBühne Lehen, Tulpenstraße
Eintritt frei, Online-Reservierung

Mit Irmgard Fuchs, Susanne Gregor, Gabriele Kögl und mir, kuratiert und moderiert von Florian Gantner.

Aus dem Programm zitiert: „Über das Feststecken im Alltag, die Sehnsucht nach dem geglückten Leben und die Konfrontation mit dem eigenen Ich bis hin zu großen politischen Umwälzungen.“

Septemberlese

Samstag, 26. September · 18:00 Uhr
stiegenhaus Langenlois, Rudolfstraße 11A

Nach meiner Lesung um 18:00 Uhr lehne ich mich zurück und genieße den weiteren Abend mit Lesungen von Josef Haslinger (19:45 Uhr) und Birgit Birnbacher (21:30 Uhr) und Musik von Stefan Sterzinger.

Die Septemberlese geht am Sonntag, 27. September, um 11:00 Uhr weiter – mit Lesungen von Radek Knapp und Jaroslav Rudiš und Musik von Aliosha Biz.

Details zu den Künstler/innen, Anfahrt und Ticketpreise: Septemberlese 2020

Gilt auch fürs Sc(h)reiben. (Weiß das Kind viereinhalb Jahrzehnte später.)

Ich leg die Kamera mitten hin. Kommt eh kein Auto. Viertelstundenlang keins. Selbstauslöser. Mach du, sag ich. Die Kamera macht. Passt? Fragt sie. Ich sag: Passt.

Komm ich nach Eferding, war es so vor ein paar Stunden: Rollkofferrattern von der Haltestelle Industriegebiet keine zehn Minuten zum Haus der Eltern und ums Haus der Eltern herum, bis nichts mehr rattert, weil Gras. Vorher im Park war Laub, knisternd, bald Herbst, aber äußerst schöner Tag in seiner Abendneige. Im Garten die Eltern, barfuß oder fast barfuß, halb in leichten Schuhen. Der Vater holt Sessel aus dem Schuppen, in dem die Plastiksessel wohnen und die Werkzeuge daneben und der Rasenmäher und irgendwo wär was zum Aufblasen für den runden Pool. Die Mutter hat zum Trocknen aufgelegt das schöne Neugestrickte, frischgewaschen, gelb. Sie zeigt zum Apfelbaum: Schau, die Äpfel sind geerntet. (Ich weiß im Keller: Gläser, Apfelmus.) Wir reden, reden, reden, bis ich weiter muss, bis ich …

… rollkoffernd die Straße hinauf und am Kreisverkehr kurz angehupt, ein Freund grüßt im Pressieren und weg ist er, ich seh ihm nach. Im Hof vom alten Haus fünf Minuten Konversation: die Schwester am Balkon, ich unten, Wortbälle werfen wir uns zu (bist du, hast du, brauchst du, wirst du, bis dann!). Parke den Koffer, wasch mir die Hände, raus bei der Vordertür, bei der großen Tür, bei der alten Wirtshaustür, die der Schwester gehört und mir gehört, also uns gehört (auf eine Art).

Kaffeehaustreffen am Hauptplatz, der sich Stadtplatz nennt, der Platz genug hat zum Draußensitzen, mit schwarzem Hund daneben, der später sich die Leine schnappt und daran zerrt, der sich zottelschwarz verliert in der Nachtwerdung, der uns vorbeiführt an der Freiluftsitzung der Frauen von der Bücherei im Mittergrabendämmer. Der Bücherenge ausgewichen unter freien Himmel. Wechselseitig laden wir uns ein zu dieser Lesung, zu jener Präsentation.

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Sonnenblumen aus meiner Serie Uptakes from below

Noch ist Sommer, noch können wir an schönen Tagen im Freien sitzen und die Schuhe ausziehen. Eine Gelegenheit dafür bietet sich bei der Salon-Lesung in einem Garten im 17. Bezirk, zu der mich Helene Hofmann eingeladen hat. Ich lese aus Putzt euch, tanzt, lacht – und freu mich auf den kommendenden Samstag.

Die Lesung findet, so Frau Hofmann, coronabedingt nicht wie üblich im Salon Laxenburgerstraße statt, sondern im Garten von Freunden, so können die Abstandsregelungen eingehalten werden. Zudem gibt es einen überdachten Stadel (also wird auch bei Regen gelesen), Getränke und einen kleinen Imbiss. Wer kommen möchte, muss sich bitte anmelden!

Kontakt: Mag. Helene Hofmann, Anmeldung via E-mail – hausverwaltung@risx.at – oder unter der Nummer 0699 195 32 422.

Wo: Garten vor dem Haus Schönbrunner Graben 9, 1170 Wien.
Wann: Eintreffen ab 17 Uhr, Lesung spätestens 18 Uhr

Freut mich sehr: Putzt euch, tanzt, lacht ist für den Österreichischen Buchpreis 2020 nominiert. Ob Fanni & Co reelle Chancen haben? Das wird sich am 8. Oktober weisen, wenn die fünf Titel der Shortlist verraten werden.

Ich gratuliere den Kolleginnen und Kollegen – und auch den drei Fix-Plazierten des Debütpreises: Leander Fischer mit Die Forelle, Gunther Neumann mit Über allem und nichts und Mercedes Spannagel mit Das Palais muss brennen.

Lesen in Klagenfurt? Sehr gern! 2018 war ich hier für ein halbes Jahr Stadtschreiberin. Im Sommer 2020 komme ich in die Teilzeitheimat zurück, um – unter dem Motto Literatur aus dem Musilhaus – bei den DONNERSzenen aus Putzt euch, tanzt, lacht zu lesen. Ich werde zwar nicht unter dem Lindwurm sitzen, dafür im schönen Ossiacher Hof (Wienergasse 10) und das drei Mal in Folge.

Die Moderation übernimmt Heimo Strempfl, und wenn es regnet (und/oder tatsächlich donnert), übersiedeln wir einfach zu ihm ins Musilhaus (Bahnhofstraße 50).

27. August 2020, Ossiacher Hof
Beginnzeiten: 16:00 / 18:15 / 20:15

Regenlocation: Musilhaus

Meine Lesung ist eine von sechs Veranstaltungen an diesem Donnerstag. Hier eine kleine Übersicht, alle Details dazu gibt es bei den DONNERSzenen.

Location 1 – Hof Altes Rathaus
Literatur aus dem Mohorjeva založba – Hermagoras Verlag
Genre: Lesung

Location 2 – ARTLANE
Yannic Steuerer (git) & Lukas Lackner (keys)
Genre: Instrumental Indie Jazz

Location 3 – Hof des Gesundheitsamts
Karen Asatrian (key) & Anna Hakobyan (viol)
Genre: Tango, Filmmusik, armenische & russische Volksmusik, Musik der Roma

Location 4 – Hof Goldener Bär
Boris Uran (voc) & Primus Sitter (git)
Genre: Acoustic Pop

Location 5 – Hof Wappen 1808
Theater KuKuKK – Sabine & Michael Kristof-Kranzelbinder
Genre: Lesung

Location 6 – Ossiacher Hof
Literatur aus dem Musilhaus – Karin Peschka
Genre: Lesung

Vieles ist anders, einiges ungewohnt, manches beängstigend und noch mehr sonderbar. Aber eines bleibt immer gleich, ob nun ein dummer Virus das Gefüge stört oder der Komet kommt: Ich darf mein neues Buch im schönen Café Museum präsentieren.

Nach Watschenmann, FanniPold und Autolyse Wien also Putzt euch, tanzt, lacht. Ich freu mich sehr: auf den Nachmittag (Achtung, die Lesung beginnt schon um 16 Uhr!) und Gerhard Loibelsberger, der sich – auch das soll auf ewig so sein – wie immer um die Moderation und kluge Fragen kümmert.

Wann: Mittwoch, 26. August 2020, 16.00 Uhr
Wo: Café Museum, Operngasse 7, 1010 Wien
Eintritt frei, Reservierungen willkommen.

Ganz besonders schön war’s, das Lesen dort, wo Karl Heinrich Waggerl gelebt hat. Eingeladen vom Kulturverein Blaues Fenster, durfte ich am 14. August im Waggerl-Haus-Museum in Wagrain Putzt euch, tanzt, lacht vorstellen. Begleitet vom Duo Blusnknepf, zuvor bewirtet und durch Ort und beide Museen (Waggerl-Haus und Stille-Nacht-Museum) geführt. Unbedingte Empfehlung: Hinfahren und staunen. Und Waggerl neu entdecken (am besten gleich in meinem Verlag: Otto Müller Verlag/Karl Heinrich Waggerl).

Einer Lesung lauschen, Wein trinken und die Atmosphäre am Donaukanal genießen? Dem soll nichts im Wege stehen, auch kein Regenguss und Donnerwetter: Am Sonntag, dem 16. August lese ich im Rahmen des von Wien Kultur dort präsentierten Literatur-Programms auf der Summerstage aus Putzt euch, tanzt, lacht.

Das Programm nennt sich nicht umsonst Gemischter Satzich zitiere von der Webseite: „Beim Gemischten Satz treffen sich im summerstage Weinpavillon Literatur & Wein. Von 18 bis 20 Uhr kann man die passenden Rebensäfte der WienWein Winzer Christ, Cobenzl, Edelmoser, Mayer am Pfarrplatz, Rotes Haus und Wieninger verkosten.“

Die Lesungen beginnen um 20 Uhr, so auch die meine am 16. August.

(Welcher Wein zu meinem Roman passt, finde ich – versprochen – erst nach der Lesung heraus. Ansonsten: Verständnisproblem.)

Am 14. August findet die Pongauer Museumsnacht statt – ein Ticket für zehn Museen, von Bad Gastein über St. Veit bis Wagrain.

In Wagrain gibt es dann die Kombination: Im Rahmen der Literaturnacht im Museum bin ich eingeladen, im Waggerlhaus aus Putzt euch, tanzt, lacht zu lesen.

 

Ich freu mich drauf, auf den Ort, den Anlass, die Leute und die Lesung.

Wo: Waggerl Haus Museum, Karl Heinrich Waggerlstraße 1, 5602 Wagrain

Wann: 14.08.2020 um 19:00 Uhr

Eintritt: € 5,00 (Ticket ist gleichzeitig das Kombi-Ticket für alle teilnehmenden Museen der Pongauer Museumsnacht.)