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Putzt euch, tanzt, lacht hat es unter die dreißig Hotlist-Kanditaten geschafft. Ich freue mich sehr und zitiere aus dem Pressetext:

„170 unabhängige Verlage aus dem deutschsprachigen Raum haben sich mit einem Buch um einen Platz auf der HOTLIST 2020 beworben. Zehn Mitglieder des Kuratoriums haben die eingereichten Titel geprüft und dreißig Hotlist-Kandidaten ermittelt. Nun nimmt die diesjährige Fach-Jury ihre Tätigkeit auf, aber bei der Wahl der Zehn aus Dreißig ist auch das Publikum gefragt: Drei der zehn Titel auf der Hotlist 2020 werden wie immer online entschieden. Am Donnerstag, 16. Juli, startet das Online-Voting. Bis zum 20. August können alle Interessierten ihre Stimme auf der Website der Hotlist abgeben und damit die Hotlist 2020 mitgestalten.“

Wer also eines der Bücher – oder gar meines – in die Top Ten voten möchte, ein einfacher Klick genügt: Hotlist 2020 – Publikumsabstimmung

SALZ 45/III zum Thema „Heimaten“, erschienen im Juni 2020

Das neue SALZ ist erschienen, kuratiert von Liliane Studer (Schweizer Literaturvermittlerin, Lektorin und Publizistin) und herausgegeben von Barbara Stasta-Stadlmaier & Magdalena Stieb (wunderbare Frauen allesamt). Mit höchst unterschiedlichen Beiträgen höchst unterschiedlicher Autor/innen zum schwierigen Thema Heimaten, von mir umgesetzt in der Betrachtung eines Krähennests per Webcam* – über mehrere Monate hinweg.

(c) CORVO/IZE Eichholz 2020

Auszug aus Krähennest:

19. Dezember 2019, 18:36:58 h

Das strenge Bild der Nachtsichtkamera hebt Naheliegendes ins Weiß. Blätter leuchten vereinzelt, jene, die bei Tag rot/braun sind, am hellsten. Außerdem (außerhalb des Nests gemeint): Deutliches ins Undeutliche geschichtet.

Der dunkle Raum zwischen den Ästen, ein Geisterblick ins Gewirr. Das Nest nach rechts im Rund geflochten, Dornenkrone ohne Dornen. (Pflück mich, setz mich auf ein Christushaupt.)

*Mein Text nimmt Bezug auf das in der Nähe von Bern durchgeführte Krähenprojekt CORVO, ein Kooperationsprojekt des Informationszentrums Eichholz IZE in Köniz bei Bern und dem bildenden Künstler Dino Rigoli. Auf das Projekt hat mich Ende 2019 ein Schweizer Freund, der Autor Fritz Mühlemann, aufmerksam gemacht. Von ihm stammt u.a. das großartige Buch Dort wohnen die Narren. (Danke, Fritz!)

Von Ende April bis Anfang Oktober 2020 gibt es im IZE eine Ausstellung zu den Rabenvögeln in der Schweiz mit einem vielfältigen Rahmenprogramm.

Mehr als nur ein Dankeschön: Für meine Rede zur Eröffnung wurde ich reich beschenkt – mit einem wunderbaren Bild von Karin Hehenberger (Acryl auf Papier, Mixed Media) und einem handgefertigten Gefäß der Textil-Künstlerin Daniela Gauder, die auch die schönsten Lavendelsäckchen der Welt macht.

Gestern haben wir – die Frauen der Künstlergilde Eferding und ich – die Ausstellung Triebwerke eröffnet. Ein Straßenfest vor der Galerie als Vernissage: Sehr, sehr schön war’s!

Die Ausstellung von Ursula Eder, Daniela Gauder, Andrea Groisböck, Karin Hehenberger, Nicole Hochholzer, Elke Huber, Sabine Hufnagl, Evelyn Kreinecker, Sybille Pflügelmeier und Renata Raliukoniene. ist noch bis 12. Juli im Offspace (Keplerstraße 3, Eferding) zu sehen – und sei allen ans Herz gelegt.

Meine Rede „Triebwerke: Im Ich-Raum der Kunst“ erscheint im Herbst in der Anthologie Fragmente: die Zeit danach (Promedia Verlag).

 

Die Frauen der Künstlergilde Eferding laden ein zur Vernissage der gemeinsamen Ausstellung: Triebwerke – interpretiert und umgesetzt von Ursula Eder, Daniela Gauder, Andrea Groisböck, Karin Hehenberger, Nicole Hochholzer, Elke Huber, Sabine Hufnagl, Evelyn Kreinecker, Sybille Pflügelmeier und Renata Raliukoniene.

Für die Feier wird die Straße gesperrt, damit draußen eröffnet werden kann, was drinnen zu betrachten ist. Es gibt Musik von anderen und ca. um 19.30 Uhr eine Eröffnungsrede von mir, die (im Ganzen) in der im Herbst erscheinenden Anthologie Fragmente: die Zeit danach (Promedia Verlag) erscheinen wird.

Offspace, Keplerstraße 3, ehemals Stöcker, 4070 Eferding, 18 bis 22 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
So, 28. Juni – So, 12. Juli
(Fr, Sa, So 14 bis 18 Uhr, samstags auch 10 bis 12 Uhr)

Im Mai 2020 war ich eingeladen, in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (ÖGL) mit Manfred Müller ein Gespräch über Literatur, den Einfluss des Schreibens auf das Leben (oder war es umgekehrt?) und meine Bücher zu führen – und im Anschluss eine halbe Stunde aus Putzt euch, tanzt, lacht zu lesen. Seit gestern ist die Produktion – eine Zusammenarbeit der ÖGL mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten online.


Danke!

Schöpfwerk

05/06/2020

Seit Kurzem kann man auch so über Eferding schreiben:

»Dem McDonalds geht es gut. Vor dem Drive-In-Fenster stand kein Auto in Erwartung des McMenüs, sondern lehnte eine Frau in braunen Hosen und blauem T-Shirt. Sah aus wie in Uniform, sah aus, als ob sie sich in der Sonne den Rücken wärmte. Eine Frau, vierzig oder älter, bequem plaudernd, angekommen in ihrer neuen Arbeitswelt. Teilzeit, die Kinder in der Schule, im Hort, dazuverdienen, nicht nach Linz auspendeln müssen, ein Segen.«

Auszug aus meinem Text Schöpfwerk, zu finden im frisch erschienenen Literatur und Kritik (Nr. 543/544) zum Thema: Stadt. Land. Und dazwischen?

Herausgegeben von Karl-Markus Gauß. Mit Texten von Andrea Grill, Evelyne Polt-Heinzl, Daniel Wisser, Anna Weidenholzer, Angelika Reitzer, Marianne Jungmaier, Harald Darer, Isabella Straub, Helmut Gollner u.v.m.

Erschienen im Lieblingsverlag. (Otto Müller Verlag, Salzburg. Wo sonst?)

Moderation: Günter Kaindlstorfer
Kamera/Schnitt/Ton: Andreas Lochmatter (BVÖ)
Gedreht am 18. Februar 2020 im Büchereiverband Österreichs


Aktuell in der Ö1-Radiothek sieben Tage (bis 10. Mai, 18.15 Uhr) zum Nachhören –> Moment am Sonntag – Schriftstellerei in Heimarbeit.

Bea Sommersguter sprach mit Robert Schindel und mir über das Schreibenmüssen am eigenen Schreibtisch. Denn: Die Kaffeehäuser fehlen doch sehr.

PS: Zur im Beitrag angesprochenen kurzen Video-Lesung geht es hier –> 15 Minuten für Literatur – Putzt euch, tanzt, lacht

Buch mit Gebrauchsspuren, Stern mit Kette, Teller mit Rauriser Kristall, Leihelefant aus Oberösterreich. Lesebrille, Notizbüchlein und Kugelschreiber. Schreibtischecksteckdosenleiste (ein Steckplatz belegt), Kippschalter fürs Licht.

Glück mit den Lesungen – vier sind sich noch ausgegangen vor dem Lockdown, der Großteil der anderen bislang nur verschoben. Und Freude an den Rezensionen über Putzt euch, tanzt, lacht. Hier eine Link-Auswahl der positiven Besprechungen aus dem Zeitraum Februar und März 2020. Zwei der Beiträge (Die Furche und Kleine Zeitung) verbergen sich hinter der Bezahlschranke, es gäbe noch mehr. Bei Interesse an Vollständigkeit hilft mein Verlag – Otto Müller, Salzburg.

Vielen Dank den Rezensent/innen!

Stellvertretend zitiere ich aus Brigitte Schwens-Harrants Besprechung (Die Furche, 19. März 2020):

>>“Ist die Welt erst auf einen einzigen schwarzen Wald geschrumpft, für unsere vier verwunderten Augen, – auf einen Strand für zwei verschworene Kinder, – auf ein Haus der Klänge für unsere helle Sympathie, – dann werde ich Euch finden.“** Diese Zeilen von Arthur Rimbaud scheinen nicht nur ungeahnt in die Gegenwart zu passen, sie vermitteln auch eine Atmosphäre, die man bei der Lektüre von Karin Peschkas jüngstem Roman zu spüren meint. Die Stimmung wird hergestellt durch Bilder, die die Sinne ansprechen, durch eine Sprache, die tastet.<<

* Anmerkung: „Quand le monde sera réduit en un seul bois noir pour nos quatre yeux étonnés, – en une plage pour deux enfants fidèles, – en une maison musicale pour notre claire sympathie, – je vous trouverai.“

In den Illuminations, Kapitel Phrases findet sich in der von mir verwendeten Übersetzung** auch „Parez-vous, dansez, riez …“, von Walter Kücher einst so ins Deutsche gebracht: „Putzt euch, tanzt, lacht …“

** Arthur Rimbaud: Illuminations/Farbstiche, Französisch/ Deutsch. Übersetzung von Walther Küchler. Stuttgart: Reclam, 1991 /Reclams Universal-Bibliothek Nr. 8728

… haben mir zugeflüstert: Wir werden es überstanden haben.

Ich, desparat, frage: Aber wann?

Die Vögel: Futur exakt benötigt keine genaue Zeitangabe.