Jahresrückschau 2020
30/11/2020

Tee mit Milch. Ohne Tee.
Schrödingers Karin
09/11/2020
Nachdem ich mir einen Nachmittag lang vorgekommen bin wie Schrödingers Karin (solange man nix weiß, hat man gewonnen und nicht gewonnen), bin ich erleichtert, dass das Warten vorbei ist – und gratuliere Xaver Bayer ganz herzlich zum österreichischen Buchpreis für Geschichten mit Marianne und Leander Fischer zum Debütpreis für Die Forelle.

(Das einzige Sektglas aus dem Kasten geholt, abgestaubt, angefüllt, angestoßen. Unter dem strengen Blick der Badenden.)
Und was machen wir? Anstoßen. Immerhin Shortlist! Immerhin so viele liebe Mails und allgemeines Daumengedrücke, sogar Zehen wurden gedrückt: Danke Euch allen! Und meinem wunderbaren Verlag danke ich auch.
Per LITERADIO auf der Buchmesse
25/10/2020
Kommen die Autor/innen nicht zur Buchmesse, dann kommt diese in Form von LITERADIO zu den Autor/innen, und LITERADIO war auch 2020 bei der Frankfurter Buchmesse präsent. Zitat von der LITERADIO-Webseite: “ Begonnen hat alles im Jahr 2000 – 20 Jahre in denen ca. 1000 AutorInnen und über 160 Verlage durch das LITERADIO-Redaktionsteam hörbar gemacht wurden, live von den großen Buchmessen berichtet und daraus ein Hörarchiv mit über 2000 Hörbeiträgen aufbaut wurde!“
Im FRS (Freies Radio Salzkammergut) waren ab 14. Oktober täglich aktuelle Buchpräsentationen zu hören. Bei mir zu Hause hatte Erika Preisel Platz genommen, ihr Aufnahmegerät eingeschaltet, mit mir ein Gespräch geführt und den Leseteilen gelauscht.Das Ergebnis kann man hier nachhören:
Hier geht es zum Archiv: Literadio – Frankfurter Buchmesse 2020
Natürlich findet sich nicht nur unser (sehr entspanntes) Gespräch im Archiv, sondern alle im Rahmen der Frankfurter Buchmesse ausgestrahlten Sendungen und Buchpräsentationen: Andreas Schindl (Die Verspätung), Barbara Rieger (Friss oder Stirb), Kaśka Bryla (Roter Affe), Petra Piuk, Barbara Filips (Wenn Rot kommt), Hanni Vanicek (Das Geschäft ist meine Bühne), Harald Schwinger (Das Melonenfeld), Simon Sailer (Die Schrift), Karim El-Gawhary (Repression un Rebellion), Richard Schuberth (Bus nach Bingöl), Edition Tandem (Toth_Groessing_Oman), Tanja Paar (Die zitternde Welt), Hamed Abbad (In meinem Bart versteckte Geschichten), Elena Messner (Nebelmaschine), Luis Stabauer (Brüchige Zeiten), Herbert Dutzler (Der letzte Jodler), Melisa Erkurt (Generation Haram)
Wien, Freistadt, Eferding
13/10/2020
Drei Städte, drei Veranstaltungen, davon zwei Mal lese ich aus Putzt euch, tanzt, lacht und einmal darf ich eine Vernissage/Buchpräsentation moderieren: So sieht diese Woche für mich aus, freu mich in dieser eigenartigen Zeit noch mehr als eh schon immer über jeden stattfindenden Termin: Wir sollten sie umso mehr feiern!
Donnerstag, 15. Oktober: Wien
Buchhandlung Erlkönig, ich zitiere von der Homepage:
„gemischter satz“ heißt die Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Vorträgen und/oder Musik , die einmal im Monat an einem Langen Abend der Bücher in der Buchhandlung ERLKÖNIG stattfindet. Die Tür bleibt nach 19:00 Uhr einfach offen für alle BücherliebhaberInnen und interessierten NachtschwärmerInnen, für NachbarInnen und FreundInnen. Später, gegen 20:00 Uhr, gibt es eine Lesung oder einen Vortrag, und im Anschluß daran ein Glasl Wein und Weißbrot. Gegen 23:00 Uhr ist Sperrstund‘.
Buchhandlung Erlkönig, Strozzigasse 19, 1080 Wien. Kontakt für die Anmeldung: erlkoenig@vinylin.at
Freitag, 16. Oktober: Freistadt
Lokalbbühne Freistadt, eine Veranstaltung im Rahmen der Literaturtage Freisstadt, die eigentlich schon im Frühjahr hätten stattfinden sollen und nun nachgeholt wird, Lesung für Lesung. Meine findet im Salzhof statt und beginnt um 20 Uhr. Hier gibt es alle Informationen zur Veranstaltung.
Salzhof Freistadt, Salzgasse 15, 4240 Freistadt
Samstag, 17. Oktober: Eferding
Am Freitag und Samstag findet in Eferding die dritte Atelierreise statt, heißer Tipp für die regnerischen Tage, die uns erwarten: Eferdinger Atelierreise
Es ist schon Tradition, dass wir den Abschluss im Eferdinger Gastzimmer feiern, heuer mit der Vernissage für die Lichtblicke-Ausstellung des Fotoklubs K5 und der Präsentation der Anthologie „Fragmente: Die Zeit danach“, die ich moderierend begleite. Lesen werden drei wunderbare Autorinnen: Corinna Antelmann und Marianne Jungmaier aus ihren Fragmente-Beiträgen, Renate Silberer aus eigenen Texten. Und den Abschluss krönt die ebenso wunderbare Veronika Moser mit einem Auftritt als „Frau Tomani“. Beginn 19 Uhr, und da wir nur wenig Plätze haben aufgrund der Bestimmungen, streamen wir den Abend live im Internet!
Alle Infos, auch zu den Biografien der Künstlerinnen, der Anthologie und dem Livestream finden sich hier:
Lichtblicke und Fragemente im Eferdinger Gastzimmer
Weil der Sohn ein Barmann ist …
07/10/2020
… gibt’s an besonders guten Tagen* Champagner.
* Putzt euch, tanzt, lacht ist auf der Shortlist des Österreichichen Buchpreises 2020. :)
International Short Story Festival Wroclaw …
02/10/2020
Vier Herren, Frau mit Schal
30/09/2020
Die Septemberlese in Langenlois war mir ein großes Fest, mit Freund/innen und vielen anderen freundlichen Menschen im Publikum, dem schönen „Stiegenhaus“ des Vierzigerhofs, mit Josef Haslinger und Birgit Birnbacher zwei sehr geschätzten Kolleg/innen am Samstagabend, und am Sonntag zur Matinee zwei weiteren ebenso geschätzten Kollegen, Radek Knapp und Jaroslav Rudiš. Dazu die Musik (mehr als Musik) von Stefan Sterzinger und Aliosha Biz: Besser geht’s nicht.
Dank an Wolfgang Kühn – u.a. Mitherausgeber der Kulturzeitschrift DUM – für die Einladung.
26. September: Ein Samstag, zwei Lesungen
21/09/2020
Ungewöhnliche Zeiten ergeben ungewöhnliche Terminplanungen. Und so kommt’s, dass ich am letzten Samstag im September mittags in Salzburg aus Putzt euch, tanzt, lacht lese und abends in Niederösterreich. Beide Male in bester Gesellschaft, sowohl beim Salzburger Literaturfest Spezial als auch bei der Septemberlese in Langenlois. Quasi ein Super-Samstag, auf den ich mich freue – und so schaut er aus im Detail:
Literatur findet Land – Prosamatinee
Samstag, 26. September · 11:00 Uhr
TriBühne Lehen, Tulpenstraße
Eintritt frei, Online-Reservierung
Mit Irmgard Fuchs, Susanne Gregor, Gabriele Kögl und mir, kuratiert und moderiert von Florian Gantner.
Aus dem Programm zitiert: „Über das Feststecken im Alltag, die Sehnsucht nach dem geglückten Leben und die Konfrontation mit dem eigenen Ich bis hin zu großen politischen Umwälzungen.“
Septemberlese
Samstag, 26. September · 18:00 Uhr
stiegenhaus Langenlois, Rudolfstraße 11A
Nach meiner Lesung um 18:00 Uhr lehne ich mich zurück und genieße den weiteren Abend mit Lesungen von Josef Haslinger (19:45 Uhr) und Birgit Birnbacher (21:30 Uhr) und Musik von Stefan Sterzinger.
Die Septemberlese geht am Sonntag, 27. September, um 11:00 Uhr weiter – mit Lesungen von Radek Knapp und Jaroslav Rudiš und Musik von Aliosha Biz.
Details zu den Künstler/innen, Anfahrt und Ticketpreise: Septemberlese 2020
Kinderzimmertüren-Weisheit
18/09/2020

Gilt auch fürs Sc(h)reiben. (Weiß das Kind viereinhalb Jahrzehnte später.)
Eferding, Abendgesang
17/09/2020

Ich leg die Kamera mitten hin. Kommt eh kein Auto. Viertelstundenlang keins. Selbstauslöser. Mach du, sag ich. Die Kamera macht. Passt? Fragt sie. Ich sag: Passt.
Komm ich nach Eferding, war es so vor ein paar Stunden: Rollkofferrattern von der Haltestelle Industriegebiet keine zehn Minuten zum Haus der Eltern und ums Haus der Eltern herum, bis nichts mehr rattert, weil Gras. Vorher im Park war Laub, knisternd, bald Herbst, aber äußerst schöner Tag in seiner Abendneige. Im Garten die Eltern, barfuß oder fast barfuß, halb in leichten Schuhen. Der Vater holt Sessel aus dem Schuppen, in dem die Plastiksessel wohnen und die Werkzeuge daneben und der Rasenmäher und irgendwo wär was zum Aufblasen für den runden Pool. Die Mutter hat zum Trocknen aufgelegt das schöne Neugestrickte, frischgewaschen, gelb. Sie zeigt zum Apfelbaum: Schau, die Äpfel sind geerntet. (Ich weiß im Keller: Gläser, Apfelmus.) Wir reden, reden, reden, bis ich weiter muss, bis ich …
… rollkoffernd die Straße hinauf und am Kreisverkehr kurz angehupt, ein Freund grüßt im Pressieren und weg ist er, ich seh ihm nach. Im Hof vom alten Haus fünf Minuten Konversation: die Schwester am Balkon, ich unten, Wortbälle werfen wir uns zu (bist du, hast du, brauchst du, wirst du, bis dann!). Parke den Koffer, wasch mir die Hände, raus bei der Vordertür, bei der großen Tür, bei der alten Wirtshaustür, die der Schwester gehört und mir gehört, also uns gehört (auf eine Art).
Kaffeehaustreffen am Hauptplatz, der sich Stadtplatz nennt, der Platz genug hat zum Draußensitzen, mit schwarzem Hund daneben, der später sich die Leine schnappt und daran zerrt, der sich zottelschwarz verliert in der Nachtwerdung, der uns vorbeiführt an der Freiluftsitzung der Frauen von der Bücherei im Mittergrabendämmer. Der Bücherenge ausgewichen unter freien Himmel. Wechselseitig laden wir uns ein zu dieser Lesung, zu jener Präsentation.












