Seit 2008 arbeite ich nun schon mit Michael Hedwig zusammen – unser Bild/Text-Dialog hat damals begonnen und bis heute nicht aufgehört. Im Gegenteil: Seit 2016 ist mit dem Eferdinger Komponisten Rudolf Jungwirth das Trio komplett. Wir stellen uns Fragen, geben uns Antwort, suchen und finden gemeinsam immer neue Aspekte der genreübergreifenden Dreieinigkeit.

Die Galerie INK in Berndorf (NÖ) präsentiert vom 1. bis 21. Juni in einer Werkschau unsere gemeinsame Arbeit.

Vernissage mit inszenierter Lesung

Die Ausstellung wird am Samstag, 1. Juni 2019, um 20 Uhr eröffnet. Michael, Rudolf und ich bitten um 21:00 Uhr zu einer inszenierten Lesung aus dem gemeinsamen Werk, auch eine Uraufführung steht auf dem Programm. Den Rest des Beitrags lesen »

I brought four of my lyrical texts to Romania – all excerpts from my Text-Image-Sound-Work with Michael Hedwig and Rudolf Jungwirth. Being part of the Bucharest International Poetry Festival 2019 is a great experience, for which I am very thankful.

Prior to the trip, Geoffrey C. Howes (Ohio) translated the poems from German into English, with great sensitivity to their rhythm and melody. Also to thank him for this wonderful work, I want to present the translations here.

Two of six combined texts (2016)

Fries, 2016, Graphit auf Fabriano 250g, 101x876cm, Foto: Joanna Pianka, Universitätsbibliothek der Akademie der bildenden Künste Wien, 09.06.2016

From the project Combinations: Frieze, Sound, Text (with Michael Hedwig / painter and Rudolf Jungwirth / composer)

Text # 3: speaking and screaming

and anyway: when we speak of speech. when we think, here, my remark, my talk, and my idiom are like the green land that hills up and faults into high mountains, bevels plunges down flattened to clear blue lakes, deep and dark, cold yet soon reaching shore climbing and gently lying down into a level field to take a rest. flatters and chases and some times pounces, that too.

and yet: it is the language we know.

and then comes the one which sands and dunes itself, which speaks to itself of euphrates tigris babylon and winds mesopotamically. which rises rainforestly between the leaves’ eternally moist heatshield and lightsteam, evaporates falls and crashes and crackles as soon as it meets with the desert. which wants something else beyond the other mouths and throat tongue palate-sail over the sea. and knob and ach and grr and oh so strange. so strange. Den Rest des Beitrags lesen »

Short note

14/05/2019

I just listened to Romanian poetry for two hours. It was the only event of the whole festival without translation, at least I think so. I didn’t know that before. But I stayed. Because it was great. The Romanian language has a wonderful sound. I felt like floating in a sea of words. Sometimes a familiar one drifted by and took me along for a little while.

Bucharest International Poetry Festival 2019

Heute früh angekommen, es regnet in Strömen, gleich werde ich mir Gummistiefel besorgen und zu den Lesungen schwimmen – durch mir noch fremde Straßen. Morgen komme ich hoffentlich trockenen Fußes zu meiner eigenen. Und am Freitag lausche ich (u.a.) dem Kollegen aus Österreich: Robert Prosser tritt auf.

Freu mich sehr, hier zu sein, beim Bucharest International Poetry Festival.

Also keine Prosa im Handgepäck, sondern (scheue?) Lyrik. Mehr Infos dazu bald. (Die nasse Stadt lockt.)

 

 

 

Im Eferdinger Becken übersiedeln viele Gurkerl vom Feld ins industrielle Einmachglas. Ich hatte – weil in Eferding aufgewachsen – somit keine andere Chance, als dieses Bild wörtlich zu nehmen: sich lieber ein Gurkerl ins Knie zu schießen, als etwas Bestimmtes zu tun. Wie es wohl wäre, sich tatsächlich ein grünes Essiggurkerl ins Mädchenknie zu befördern per – ja, welcher Abschussmechanik? – überlegte ich und beließ die Angelegenheit im Ungenau der Fantasie.

Der Kaiser ist schuld.

Die Wahrheit ist viel banaler: Sportjargon. Ein Gurkerl oder Klapperl nennt man den zwischen den Beinen des Gegners durchgeschossenen Ball. Eine Demütigung, die sich steigern lässt, wenn angekündigt. (Vulgo: Das angekündigte Gurkerl.)

Aber wie kommt‘s, dass mir der alte Spruch einfällt? Der Kaiser ist Schuld. Er fordert meinen Widerstand heraus in Form von Werbung. Fragt darin seinen Obersthofmeister, wo die Leut wären. Bekommt die Antwort: Die neue Kundenkarte anmelden. „Brav!“, meint der Kaiser. Und schickt ihn fort, den Untergebenen. Wohin? Na anmelden, natürlich. Der Obersthofmeister springt auf, zackig: „Zu Befehl!“ Und weg ist er. Die Blätter fliegen. Den Rest des Beitrags lesen »

Eferdinger Humor

10/04/2019

Das Eferdinger Pfarrheim wird abgerissen. Der Eingang steht noch – und wurde von Unbekannt frisch beklebt.

Autolyse Eferding. (Ich war’s nicht.)

Am kommenden Mittwoch lädt die Autorin, Videokünstlerin und Schreibpädagogin Anita C. Schaub um 19 Uhr ins Amerlinghaus ein. Mein Beitrag zu diesem Abend ist eine Lesung aus FanniPold – eine Wiederbegegnung, auf die ich mich sehr freue.
 
ENT–GRENZUNG

Mittwoch, 03.04.2019 um 19:00

Lesung mit Musik und Poesiefilm

Texte: Sonja Harter, Karin Peschka, Anita C. Schaub

Poesiefilm: Anita C. Schaub

Musik: Edda Breit (Cello)

Konzept, Organisation, Moderation: Anita C. Schaub

Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien