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Foto von mir: Chris Zvitkovits | Foto von Florian: Markus Zahradnik

Das Kulturnetz Hernals hat meinen von mir und vielen anderen sehr geschätzten Kollegen Florian Gantner und mich zu Lesung und Gespräch geladen. Moderieren werden die KNH-Stories #8 zum Thema Schimmel und Schein die von mir und vielen anderen ebenso sehr geschätzten Kollegen Martin Peichl und Markus Köhle.

Ganz wunderbarerweise gibt es dazu auch einen Livestream für alle, die den Weg in den 17. Wiener Gemeindebezirk nicht antreten können. Weil zu weit weg. Weil zu müd. Weil überhaupt. Ich freue mich auf den Abend und über alle Besucher/innen vor Ort und vor den Bildschirmen.

Für mich wird es vielleicht die letzte Lesung aus Putzt euch, tanzt, lacht … weil der neue Roman ist fast schon im Druck. (Mehr darüber? Bald!)

Dienstag, 13. Dezember 2022
KNH-Stories #8
Lesungen & Autor:innengespräche
Kulturcafé Max (Mariengasse 1, 1170 Wien) + Livestream
19:30 Uhr | Einlass
20:00 Uhr | Beginn

Am kommenden Freitag veranstalten der Verein Literaturhaus Salzburg und das Slowenische Kulturinstitut Wien ein Fest zum 70. Geburtstag des Autors, Lektors und Übersetzers Ludwig Hartinger, der im September mit dem Slowenischen Übersetzerpreis Lavrin-Diplom 2022 ausgezeichnet wurde.

(c) Miriam Lazina

 

Ich bin glücklich, gemeinsam mit Karl-Markus Gauß, Drago JancarElke Laznia, Ilma Rakusa und anderen beim Fest für Ludwig lesen zu dürfen. 

Informationen zum Fest im Literaturhaus: Der Wortlandstreicher Ludwig Hartinger

 

Freitag, 2.12.2022
Beginn: 19.30 Uhr
Literaturhaus Salzburg
Strubergasse 23/H.C. Artmann-Platz
A-5020 Salzburg, Österreich

Eintritt: € 12/10/8

In ihrer Gesprächsreihe WERK.GÄNGE lädt Brigitte Schwens-Harrant Autorinnen und Autoren in die schönen Räumlichkeiten der Österreichischen Gesellschaft für Literatur ein, um dort „mit ihr durch die eigenen literarischen Werke zu wandern. Sie erzählen über ihr Schreiben und diskutieren nicht nur poetische Fragen. Gespräch und Lesung wechseln einander ab, Einblicke in die unterschiedlichen Werke werden dabei möglich.“ (Zitat ÖGL)

Am kommenden Montag wandert sie mit mir. Und ich freu mich drauf.

Montag, 28. November 2022, 19 Uhr
Österreichische Gesellschaft für Literatur
Herrengasse 5
1010 Wien

Ein Gegenkanon

11/11/2022

Achtung, hier geht es um ein gefährliches Buch. Gefährlich für alle, bei denen sich die Bücher stapeln, die unbedingt gelesen werden wollen. Die vorsorglich gleich gekauft wurden. Weil irgendwann wird sich die Zeit finden. Dieser Stapel wird sich nach der Lektüre von Ein Gegenkanon. Bücher, die auf der Strecke bleiben und solche, die auf der Strecke bleiben sollten mit großer Wahrscheinlichkeit erhöhen.

Der Literaturkritiker Anton Thuswaldner lud achtzehn Autor/innen ein, sich Gedanken zu machen, welche Bücher aus dem sogenannten Kanon verzichtbar sind, welche andererseits dringend ins Rampenlicht gehoben werden sollten. Raphaela Edelbauer, Oswald Egger, Jürgen Egyptien, Konstanze Fliedl, Franzobel, Sebasitan Guggolz, Cornelius Hell, Katrin Hillgruber, Gabriele Kögl, Michael Krüger, Ferdinand Schmatz, Sabine Scholl, Franz Schuh, Brigitte Schwens-Harrant, Ilja Trojanow, Vladimir Vertlieb, Ernest Wichner und ich sind dieser Anthologie-Einladung nachgekommen.

Vorab: Ich hebe das Buch Ein verlorener Sohn (Kiepenheuer & Witsch, 1982) von Hermann Obermüller auf die Bühne, und das aus vollster Überzeugung. Hermann Obermüller war mein für mich sehr wichtiger Deutsch-Professor in der Eferdinger Handelsakademie. Als Schriftsteller habe ich ihn leider erst wahrgenommen, als er sich ins Private zurückgezogen hat und (nicht nur) für mich nicht mehr erreichbar war. Ich wünschte, es wäre früher geschehen.

PS: Wer mehr über Anton Thuswaldners Gegenkanon lesen will, surfe zur Rezension von Alexander Kluy.

Sie lacht ja doch!

10/11/2022

Warum es von mir kaum offizielle Fotos gibt, auf denen ich lache? Das war eine der ersten Fragen, die mir Chris Zvitkovits bei unserem Fotoshooting vor ein paar Wochen stellte. Eigentlich war es eher ein angenehmes Spazierengehen mit richtig guten Gesprächen an einem sonnigen Oktobertag, mit großem Finale im Café Heumarkt.

Bild: Chris Zvitkovits, Oktober 2022

Dabei lache ich doch so gern.

Jedenfalls: Jetzt gibt es einige davon. Danke, Chris, für jedes einzelne Foto und die ebenso professionelle wie fröhliche Arbeit mit Dir!

„Wer sind wir? Und wie wurden wir die, die wir sind? Was ist in uns angelegt? Was ist durch Erziehung, Sozialisation und Gesellschaft weg- und hinzugekommen? Wo stehen wir? Und wovon träumen wir, wenn man uns fragt?“ So beginnt eine sehr lesenswerte Kolumne (in: Die Referentin, 9. Juni 2022), verfasst von Daniela Banglmayr, Susanne Baumann und Sandra Hochholzer. Angesichts der vielgestaltigen aktuellen Krisen haben sie sich auf die Suche nach einer feministischen Verortung gemacht. Denn: „… Krisen sind auch immer da, um bereits sicher geglaubte Rechte wieder rückgängig zu machen.“

Das Ergebnis ihrer Arbeit ist das Projekt „Female Positions“ mit der gleichnamigen Publikation, entstanden in Kooperation mit dem Verein für gesellschaftspolitische Positionen. Das Buch versammelt die unterschiedlichen und sehr persönlichen Sichtweisen von zwanzig Autorinnen. Es geht, so schreiben die drei Herausgeberinnen, um die zeitgemäße Annäherung an Geschlechtergerechtigkeit und die damit verbundenen Anforderungen an das gesamtgesellschaftliche Gefüge.

Ein spannendes und wichtiges Thema, das Daniela Banglmayr, Susanne Baumann und Sandra Hochholzer am 3. November 2022 ab 19 Uhr mit den Autorinnen Ljuba ArnautovicClaudia SeigmannAnna Katharina Laggner und mir besprechen, nach kurzen Lesungen der Textbeiträge.

Donnerstag, 3. November 2022
Eferdinger Gastzimmer
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt frei

Allerseelenabend in der evangelischen Kirche Eferding

Am 2. November 2022 findet ab 19.30 Uhr in der evangelischen Kirche ein ganz besonderer Allerseelenabend statt, mit Musik, Literatur und der regen Beteiligung Eferdinger Künstler/innen: Auf unser Bild/Text/Ton-Projekt Sterntaler folgen eine Lesung und die Uraufführung der Litanei Ab- und Angesang. Der Eintritt ist frei – alle freiwilligen Spenden gehen an das Mobile Hospiz.

Sterntaler– mein Text zum Umgang mit Trauer – wurde bereits 2008 von Michael Hedwig durch Radierungen und Lithografien um die bildhafte Darstellung erweitert. Rudolf Jungwirth interpretierte im Jahr 2017 auf seine Weise Text und Bild. So entstand ein neues Werk, das mit Liudmila Belazed (Tenorhackbrett), Yova Serkova (Akkordeon) und mir (Sprechstimme) wieder zur Aufführung kommt.

Dazu werden Michael Hedwigs Bilder passend zu den einzelnen Passagen per Beamer an die Wand projiziert und unser Kunstbuch Sterntaler (Neuhauser Kunstmühle 2008) zur Ansicht ausgestellt. Für alle, die den Text nachlesen möchten, wird eine bebilderte Sterntaler-Broschüre gegen eine kleine Spende zur Mitnahme aufgelegt.

Neben Sterntaler stehen zwei weitere, thematisch passende Punkte auf dem Programm des Abends: Der Eferdinger Autor Helmut Neundlinger liest aus eigenen Werken, und meine von Rudolf Jungwirth neu vertonte Litanei Ab- und Angesang wird unter Mitwirkung von Andreas Lebeda uraufgeführt.

Die Veranstaltung im Rahmen der communale regional und 800-Jahre-Eferding findet mit Unterstützung der Eferdinger Firma Richter Bürosysteme statt.

*****

Liudmila Beladzed studierte an der staatlichen Musikakademie in Minsk die Fachrichtungen Konzertkünstlerin, Orchesterkünstlerin, Cymballehrerin und Dirigentin des Orchesters für Volksmusikinstrumente und an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Als Solistin, Kammermusikerin und Dirigentin war sie schon Mitwirkende bei zahlreichen Uraufführungen und internationalen Festivals. Seit 2009 unterrichtet sie an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und im OÖ Landesmusikschulwerk Hackbrett. Den Rest des Beitrags lesen »

… lesen beim dritten und letzten Teil unserer Reihe dreimaldrei 22 am Freitag, 23. September, im Eferdinger Gastzimmer!

Christian Futscher schreibt Prosa und Lyrik, gibt seinen Büchern Titel wie Statt einer Mütze trug ich eine Wolke oder Mein Vater, der Vogel und erkundet, wie der Czernin-Verlag seinen Autor beschreibt, „mit feinem Humor, aber auch mit einem melancholischen Blick (…) die Absurditäten des Lebens.“ ∗ Das neue Buch von Karin Ivancsics wird kurz vor der Lesung erscheinen, daher sei sie hier mit einer kurzen Zeile aus ihrem bei Klever erschienenen Band mit Prosafragmenten Aufzeichnungen einer Blumendiebin vorgestellt: „Tauche mit mir auf den Grund des Meeres und taufe mich dort.“ ∗ Lisa Spalts Arbeiten zum Handeln in Sprache und Bildern haben viele Facetten und sind unter anderem in ihren bei Czernin erschienenen Büchern nachzulesen oder beim Durchstöbern ihrer umfangreichen Webseite zu entdecken: eine Schatzkiste der besonderen Art.

Wie immer laden Marianne Jungmaier und ich im Anschluss an die Lesungen zu Wein und Grissini und zum Büchertisch der Buchhandlung Harrer by Melanie Hofinger.

23. September 2022, Beginn 19.30 Uhr, Eintritt frei

Eröffnungsrede für die Ausstellung Die wilde Frau der Künstlerinnen der Eferdinger Künstler/innengilde im Juni 2022. Das Thema der Ausstellung bezieht sich auf den Wilden Mann von Eferding (Link zu OÖN), der auch im Stadtwappen zu sehen ist. Der Legende nach wurde er aus Stroh und Fellen gebaut und mit viel Getöse hinter der Stadtmauer aufgerichtet, um die Räuber zu vertreiben, welche Eferding belagerten.

(c) Künstler/innengilde Eferding

Was wild ist und was so geworden sein möcht

Was wild ist, hat spitze Zähne. Sie ragen aus dem Mund, sie stehen kreuz und quer. Sie stehen quer zur Welt und so, dass sie den Mund aufkratzen. (Oder sind es Lefzen?)

Beißt sich das wilde Wesen in die Lippen oder presst diese zusammen, bohren sich die Zähne (die Fangzähne?) ins eigene Fleisch, wodurch Blut fließt, und muss nicht viel fließen, ein wenig aus den Mundwinkeln. (Oder ist es ein Maul?) Ein, zwei dünne Blutspuren, frisch, eingetrocknet, verwischter Lippenstift.

War die Bemalung sorgfältig geschehen, hat sich dieses Wesen, das keine Frau sein muss, das alles sein kann, aber oft eine Frau ist. Hat sich vor dem Spiegel hergerichtet für den Tag, für die Arbeit, für den Anlass, für sich selbst. Hat sorgfältig oben und unten und Bogen und das kleine Herz in der Mitte.

Zuvor die Kontur nachgezogen. Innerhalb dieser soll geblieben werden, nicht über den Strich hinaus. (Die Ausmalhefte der Kinder, hier ist die Sonne, das Haus, der Baum, die Blume mit fünf Blütenblättern.) Nichts darf über die vorgedruckte, vorgezeichnete Kontur, die eine Grenze ist, ragen oder gar sich verlaufen in kleine Falten.

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