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Kosovo, Nr. 1

08/09/2019

„Prishtina has no river“ heißt das Artist-in-Residence-Programm, für das ich mich vor einem halben Jahr bei Qendra Multimedia beworben habe. Meine Bewerbung war erfolgreich, die Residence ist angetreten. Ich sitze an einem Küchentisch in Prishtina und schreibe diesen ersten Bericht, am Abend des siebten von achtundzwanzig Tagen, die ich im Kosovo verbringen werde. Sieben Tage sind schon vergangen, warum, wohin?

Prishtina hat zwar keinen Fluss, dafür diese wunderbaren Straßenmöbel.

Das ethnologische Museum wird renoviert, zu sehen war daher bei unserem Besuch nur ein Teil davon, ein typisches, altes, altes Haus. So wohnten früher wohlhabendere Leute, mit einem eigenen Eingang für die Gäste, denen das größte, schönste Zimmer vorbehalten blieb, darin ein Kasten immer frisch gefüllt mit Speise und Trank (falls Ankunft bei Nacht). Den Rest des Beitrags lesen »

Thanks a lot, Qendra Multimedia, for inviting me to be part of your artist-in-residence-program „Prishtina has no river“.

I love being here.

a.

28/08/2019


mit dir in diese stunde gehn
und alle sterne rot

ein jahr lang

länger

mars

 

 

Etwas zu lesen, das noch nicht veröffentlicht wurde, ist immer spannend. Die ersten Reaktionen auf den neuen Text (nicht lektoriert, nicht ganz fertig) – wie werden sie sein? Letztlich wird das Publikum in Hartkirchen nach diesem Blick in die Werkstatt mehr wissen, als meine Lektorin, die (mit den Fingern auf den Tisch trommelnd?) schon auf das Manuskript wartet.

Im zweiten Teil die „sichere Bank“: Ich lese aus den Wirtshausgeschichten meines Vaters. Denn Herr Peschka kocht nicht nur, er ist auch ein begnadeter Erzähler.

Summa summarum: Ich freu mich!

Raurissen, urassen

20/08/2019

Glockt der Kirchturm, glockt und glockt zur Messe, zur Segnung, zur Kommunion (hab’s vergessen, wann genau es glockt, das Katholische), glockt ins Zimmer herein, ins Gästezimmer im Gästehaus hinterm Wirt, wo wir haben: ein jeder eine Wanderhose, eine Ausgehhose, ein Geprotz.

(c) Kerl

Ein jeder seine Schuh fein säuberlich nebeneinander auf dem Balkon ausgelüftet. Ein jeder (und eine jede, die jede bin ich) ein Zahnbürstl im Zahnputzbecher, wir teilen diesbezüglich nicht.

Mit dem Glas vor dem Schlafen die Spinne einfangen, komm, lock ich, komm her. Fang’s! Der Kerl am Bett in Beobachtung, fang’s, sagt er, ich helf dir beim Rausschmeißen. Postkarte unterg’schoben, schnell ist’s, das Achtbein, ich erwisch es trotzdem. Ha, sag ich, schau, sag ich, hilf, sag ich. 

Wird eine schöne Nacht, eine sternenvolle, gipfelumsäumte, krautigduftige Nacht. Zum Schweigen schön könnt’s sein, aber zum Schweigen ist die Zeit nicht recht. Den Rest des Beitrags lesen »

… a birthday gift from a friend with whom I defied the icy wind in the streets of Budapest – more than 30 years ago.

Danke, Paul!

(If you wonder: Today I’m 52 years and 5 days old.)

… there’s still the boy. (Can’t help but see him.)

Happy Birthday, Toni!

Proud motherhood, founded on the evening of July 14th, 1989.

 

… when you invite me to a reading: a cheerful author.

Sehr glücklich in den eigenen vier Wänden: Jazz-im-Bild-Vernissage im Eferdinger Gastzimmer. (c) Peter Purgar

Am Freitag war er da, der Brief des Bundeskanzleramts: Mit Gleichmut erwartet, mit Nervosität geöffnet, mit Erleichterung gelesen. So gleichmütig kann die Gleichmut dann doch nicht gewesen sein.

Vielen Dank der Jury (Erich Klein, Dr. Manfred Müller, Dr. Evelyne Polt-Heinzl und Dr. Martina Schmidt) und dem BKA für die Zuerkennung eines Projektstipendiums 2019/20. Damit ist Schreibzeit gesichert, wichtige Zeit, die ich auch für jene genaue Recherche benötige, die das eingereichte Projekt erfordert.

Wandern oder innehalten? Ein Ort mit viel Zeit, ein Schauplatz des eingereichten Romanprojekts.

Der Roman wird viel mit meinem Debüt zu tun haben und noch mehr mit den Orten meiner Kindheit, seine Erzählung wird quer über den Kontinent wandern und gleichzeitig innehalten. Der sehr geschätzte Herr Saroyan hat gewusst, wie das geht:

But you had to stay slow somewhere inside of yourself, too, to give the arrival a place to stop. You had to be going swiftly and you had to be almost not moving at all at the same time. (William Saroyan, Tracy’s Tiger, 1951)

Ich freue mich sehr über dieses Privileg.

Fremdgehen deswegen, weil ich bei der Vernissage (morgen, 27. Juni, 19.30 Uhr im Eferdinger Gastzimmer ), nicht aus eigenen Texten lesen werde, sondern aus dem Buch Soundcheck. Geschichten für Musikfans.

Diogenes hat uns ein Exemplar zum Verlosen geschickt (danke!), und das (und nicht nur das) werden wir auch tun. Valentin Pittrof nimmt seine Saxophone mit, es gibt Brot und Wein – und die Hauptsache: großartige Bilder an der Wand. Peter Purgar präsentiert Jazz im Bild.

Wir freuen uns auf Euch!

Hier gibt’s den Flyer mit allen Infos: Jazz_Eferding_2019_Flyer

Danke an unsere Sponsoren vor Ort – für Bares & Naturalien: Volksbank Eferding, Bäckerei Moser, Oberbank Eferding und Gasthaus Kreuzmayr.