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Bucharest International Poetry Festival 2019

Heute früh angekommen, es regnet in Strömen, gleich werde ich mir Gummistiefel besorgen und zu den Lesungen schwimmen – durch mir noch fremde Straßen. Morgen komme ich hoffentlich trockenen Fußes zu meiner eigenen. Und am Freitag lausche ich (u.a.) dem Kollegen aus Österreich: Robert Prosser tritt auf.

Freu mich sehr, hier zu sein, beim Bucharest International Poetry Festival.

Also keine Prosa im Handgepäck, sondern (scheue?) Lyrik. Mehr Infos dazu bald. (Die nasse Stadt lockt.)

 

 

 

Im Eferdinger Becken übersiedeln viele Gurkerl vom Feld ins industrielle Einmachglas. Ich hatte – weil in Eferding aufgewachsen – somit keine andere Chance, als dieses Bild wörtlich zu nehmen: sich lieber ein Gurkerl ins Knie zu schießen, als etwas Bestimmtes zu tun. Wie es wohl wäre, sich tatsächlich ein grünes Essiggurkerl ins Mädchenknie zu befördern per – ja, welcher Abschussmechanik? – überlegte ich und beließ die Angelegenheit im Ungenau der Fantasie.

Der Kaiser ist schuld.

Die Wahrheit ist viel banaler: Sportjargon. Ein Gurkerl oder Klapperl nennt man den zwischen den Beinen des Gegners durchgeschossenen Ball. Eine Demütigung, die sich steigern lässt, wenn angekündigt. (Vulgo: Das angekündigte Gurkerl.)

Aber wie kommt‘s, dass mir der alte Spruch einfällt? Der Kaiser ist Schuld. Er fordert meinen Widerstand heraus in Form von Werbung. Fragt darin seinen Obersthofmeister, wo die Leut wären. Bekommt die Antwort: Die neue Kundenkarte anmelden. „Brav!“, meint der Kaiser. Und schickt ihn fort, den Untergebenen. Wohin? Na anmelden, natürlich. Der Obersthofmeister springt auf, zackig: „Zu Befehl!“ Und weg ist er. Die Blätter fliegen. Den Rest des Beitrags lesen »

Eferdinger Humor

10/04/2019

Das Eferdinger Pfarrheim wird abgerissen. Der Eingang steht noch – und wurde von Unbekannt frisch beklebt.

Autolyse Eferding. (Ich war’s nicht.)

Am kommenden Mittwoch lädt die Autorin, Videokünstlerin und Schreibpädagogin Anita C. Schaub um 19 Uhr ins Amerlinghaus ein. Mein Beitrag zu diesem Abend ist eine Lesung aus FanniPold – eine Wiederbegegnung, auf die ich mich sehr freue.
 
ENT–GRENZUNG

Mittwoch, 03.04.2019 um 19:00

Lesung mit Musik und Poesiefilm

Texte: Sonja Harter, Karin Peschka, Anita C. Schaub

Poesiefilm: Anita C. Schaub

Musik: Edda Breit (Cello)

Konzept, Organisation, Moderation: Anita C. Schaub

Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien

Dwie siostry podróżują przez Polskę. (Zwei Schwestern auf wunderbarer Polen-Reise – hier im schöne Opole. Es geht uns ganz ausgezeichnet!)

Das Österreichische Kulturforum in Warschau hat mich nach Polen eingeladen, wofür ich sehr dankbar bin, denn hier war ich noch nie. Die Reise führt uns (meine Schwester Uschi begleitet mich) nach Krakau, Rzeszów, Opole und Warschau, ich lese aus Watschenmann und Autolyse Wien, werde zuhören und Fragen beantworten, mir die Bühne mit Studentinnen und Studenten teilen, die das Wiener Kindl (Auszug, Erzählung aus Autolyse Wien) ins Polnische übersetzt haben – und das alles ist eine große Freude.

In Krakau gehen die Lichter an.

Krakau: Montag, 25.03., 13.15 Uhr
Biblioteka Jagiellońska, al. Mickiewicza 22 (Eingang von der ul. Oleandry 3),
sala konferencyjna – hol BJ, Kraków

Rzeszów: Dienstag, 26.03., 11.30 Uhr
Biblioteka Austriacka, Instytut Filologii Germańskiej, Uniwersytet Rzeszowski, al. mjr. Kopisto 2b, Rzeszów

Opole: Mittwoch, 27.03., 11.30 Uhr
Instytut Filologii Germańskiej Uniwersytetu Opolskiego, pl. Staszica 1, Opole

Warschau: Donnerstag, 28.03., 18.00 Uhr
Österreichisches Kulturforum
ul. Próżna 7/9, Warszawa

Anlässlich des heutigen Frauentages: Meine Rede zur Vernissage WEIBSBILDER – die Frauen der Künstlergilde Eferding stellen aus (April 2017)

"Progress" (c) Evelyn Kreinecker

„Progress“ (c) Evelyn Kreinecker (www.evelynkreinecker.at)

Weibsbilder

Bei meinem letzten Besuch in Eferding bin ich an dem leerstehenden Geschäft vorbeigegangen, das zum Raum Eurer Ausstellung aufgewertet wurde – und in dem ich nun meine Rede vorlese. Ich habe damals die Nase an die Auslagenscheiben gepresst, gespechtelt und gespäht. Im Halbdunkel die Schemen von Bildern, an die Wände gelehnte Kunst, bereit zum Aufhängen. Ich habe online nach den Künstlerinnen geforscht, mich durch Galerien geklickt. Den Rest des Beitrags lesen »

Frisch aus Novi Sad eingelangt, mitgebracht von Relja Dražić und in dessen Neusatz-Verlag herausgegeben: Gegavac – die serbische Übersetzung von meinem 2014 im Otto Müller Verlag erschienen Roman Watschenmann.

Gegavac!

Begonnen hat das Abenteuer im April 2016 mit einer Einladung zu einem Schreibaufenthalt in Belgrad und einem Übersetzungs-Workshop in Novi Sad. Die Studierenden haben – unter der Anleitung von Paul Gruber – die ersten beiden Watschenmann-Kapitel übersetzt. Und dann gemeinsam weitergemacht.

Danke Euch allen! Als da wären:

Die Übersetzer/innen: Danka Bajković, Suzana Cvijetinović, Paul Gruber, Kristijan Mirslav Kabas, Nadežda Miličević, Ana Mitrevski, Tamara Morača, Aleksandar Nikolić, Ljubiša Petrović, Juvana Ranđelović, Rosana Stanojević, Mirjana Zarifović Grković

Relja Dražić, der das Buch in sein Verlagsprogramm aufgenommen hat und den Übersetzer/innen mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist.

Taha Alkadhi, der das Cover gestaltet hat, wie immer mit großer Hingabe.

Anton Peschka: Das Bild vom Jungbrunnen im Hadikpark (der Schauplatz eines Kapitels des Romans) hat mein Sohn bereits 2014 aufgenommen – anlässlich der Erstveröffentlichung vom Watschenmann.

Und natürlich ein von Herzen kommendes Xвала лепо an Vladimir Arsenijević, Ana Pejović und Milena Berić vom Belgrader Kulturverein Krokodil: Mit Euch hat alles angefangen.

Kamera: Liesa Kovacs, Miae Son und Johannes Hammel
Schnitt: Liesa Kovacs

Mein Glück mit dem Watschenmann. Was es bedeutet, den eigenen Romanfiguren auf der Bühne zu begegnen

Die nächsten Aufführungen in der Volkstheater Spielstätte Volx Margareten:

  • DO 28. Februar 2019, 20 Uhr
  • MO 4. März 2019, 20.00 Uhr
  • MI 6. März 2019, 20.00 Uhr

<3

Oft ist es so: Zu einer Lesung wird Musik als Rahmenprogramm geboten. An diesem Sonntag ist das umgekehrt, und das freut mich sehr.

Ich begleite im Rahmen des 574. Konzertcafés des Innsbrucker Turnbunds die Gitarrenklassen von Daniel Müller und Stefan Hackl mit kurzen Texten aus Autolyse Wien.

Beginn: 11 Uhr
Ort: Hotel „Grauer Bär“, Innsbruck, Universitätsstr. 7