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Nacht in Klagenfurt: Oben eifrig Fledermäuse. Unten still das Schattenmandl.

 

Nicht einmal einen ganzen Monat noch dauert meine Klagenfurter Stadtschreiberei. Am 31. Oktober werde ich meine Sachen packen, die kleine Wohnung im Europahaus räumen, zuerst nach Norden ziehen (Eferding) und dann nach Osten (zurück nach Wien).

Aber noch sind’s ein paar Tage, zwei fixe Text-Gwirks-Termine und frei vereinbarte, falls gewünscht.

Für die beiden fixen Termine darf ich mich temporär im Klagenfurter Robert Musil Museum niederlassen, vielen Dank für die Einladung! Dort gibt es die Literaturlounge und einen Rückzugsort für die konzentrierte Textarbeit. Am Montag, 8. Oktober, und am Dienstag, 30. Oktober, werde ich dort jeweils von von 15.30 bis 17 Uhr vor Ort sein und meine Unterstützung bei Textsorten aller Art anbieten.

Auch ohne Gwirx sehr zu empfehlen: Robert Musil Museum (Bahnhofstraße 50, Klagenfurt) / Bild: Kärnten.at

Wer zu diesen Terminen keine Zeit hat und/oder sich lieber zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort treffen will: Gerne! Mail schreiben, Vorschlag machen, ich freu mich.

Manchmal hilft das Kleckern nicht, da will geklotzt werden: Noch bis Ende 2018 ist mein preisgekrönter Roman Watschenmann Teil der großartigen Aktion Geschichte in Geschichten des Österreichischen Büchereiverbandes (BVÖ).

Alle öffentlichen und kombinierten Bibliotheken in allen österreichischen Bundesländern können an der Förderaktion teilnehmen, eine Mitgliedschaft beim BVÖ ist nicht erforderlich.

Das Angebot: Werden die Autor/innen der Aktion mit ihren Büchern (und es steht eine wunderbare Sammlung zur Auswahl) zu einer Lesung eingeladen, beträgt der Selbstbehalt der Veranstalter/innen nur 170 Euro. Das restliche Honorar übernimmt der BVÖ.

Seit Anfang 2018 habe ich in diesem Rahmen schon in mehreren Bibliotheken gelesen. Dabei hatte ich nicht nur den 1954 im Nachkriegs-Wien spielenden Watschenmann im Gepäck – sondern nach Absprache auch den dystopischen Erzählband Autolyse Wien.

Neben der klassischen Watschenmann-Lesung ergab sich so die Gelegenheit, verschiedene Genres (Roman, Erzählung) direkt zu vergleichen, sich über die Herangehensweise zu unterhalten und viele Fragen zu beantworten –  Gespräche, die auch für mich sehr spannend waren.

Die Abwicklung mit dem BVÖ ist unkompliziert: Informationen zur Veranstaltungsförderung Geschichte in Geschichten.

Bei Interesse (ich würde mich freuen) schicken Sie mir ein E-Mail oder wenden sich bitte direkt an den Otto Müller Verlag.

Am Freitag lädt der Verein Die Notbremsen. Flüchtlingshilfe Pillichsdorf zu einem Fest. Ich mach mit und freu mich drauf!

So soll’s sein!

Vor bald dreißig Jahren habe ich William Saroyan für mich entdeckt. Dieses Zitat aus Tracy’s Tiger hängt gerahmt und geliebt über meinem Schreibtisch:

Time had always fascinated him. He knew he didn’t understand it, but he also knew that anything you ever got – anything that ever mattered – any thought – any truth – you got instantly. You could wait forever if you wanted to, and let it go at that, or you could get moving – moving into time and with time – working at the thought to be received, and then suddenly, from having moved into time and with time, and from having worked at the thought, get it, get it whole, get it clean, get it instantly.

But you had to stay slow somewhere inside of yourself, too, to give the arrival a place to stop. You had to be going swiftly and you had to be almost not moving at all at the same time.
(William Saroyan, “Tracy’s Tiger”, 1951)

I’m a fan-girl, owning Saroyan’s Tracy’s Tiger in English (twice), in German and in Czech (although I do not speak a word Czech).

Die Übersetzung:

Zeit hatte ihn immer fasziniert. Er wusste, dass er es nicht verstand, aber er wusste auch, dass alles, was man erreicht – alles, was einem wichtig war – jeder Gedanke, jede Wahrheit -, sofort erreicht wird. Man kann, wenn man will, ewig darauf warten und es dabei bewenden lassen, man kann sich aber auch bewegen – in die Zeit und mit der Zeit gehen – am Gedanken arbeiten, den man erreichen will, und dann plötzlich, weil man in die Zeit und mit der Zeit gegangen ist und am Gedanken gearbeitet hat, bekommt man es, bekommt es ganz, bekommt es als etwas Vollkommenes, bekommt es sofort.

Aber man musste dabei auch in sich selbst ruhig bleiben, um dem Kommenden einen Ort zum Anhalten zu geben. Man musste schnell gehen und sich doch zugleich fast nicht bewegen. (Aus dem Amerikanischen von Helmut M. Braem, Fischer Verlag)

Warum ich das ausgerechnet jetzt poste? Es passt grad gut.

Westbahnregenbogen

23/09/2018

rainbow

Vor nun schon einigen Jahren war ich oben auf dem großen Priel. Am kommenden Samstag – das ist der 22. September 2018 – gibt es aber zu dessen Füßen großes Kino. Ohne Film, aber mit viel Musik: Ich habe die Ehre, bei Fried und Helga Mittendorfer einen Auftritt der Moneka Group mit einer Lesung zu begleiten. (Sie werden behaupten, mich zu begleiten. Ich behaupte, wir begleiten uns alle gegenseitig.)

Mahmod Salah Moneka, Ahmed Shqaqi, Mohammed Salah Moneka, Boualem Dahmani und Karrar Altaeeb

Die beiden wunderbaren Mittendorfers laden in ihre Gallery Schön für Schön zur mittlerweile 27. Ausstellung. Die Überschrift ART & EAT verheißt Gutes: musikalisch und kulinarisch auf alle Fälle – literarisch geb‘ ich mein Bestes.

Wann: Samstag, 22. September 2018, pünktlich um 19:00 Uhr 
Wo: 4564 Klaus 55 (Abzweigung nach Natursteine Lattner rechts
bei Camping Schön nehmen & dann links hinauf Hungersbichl)
Wie: Wer komme möchte, schreibe mir – ich leite die Anmeldung an Fried und Helga weiter.

Evelyn Kreinecker & Adelheid Rumetshofer

Ausstellung in der GALERIE DER STADT TRAUN – vom 12.9.2018 bis 14.10.2018

Evelyn Kreinecker vor einem ihrer wunderbaren Bilder, flankiert von meiner Schwester Uschi und mir.

Hinfahren und entdecken.

Hinsurfen und entdecken: www.evelynkreinecker.atwww.adelheidrumetshofer.at

Vilenica Festival 2018. Reading in Ljubljana. As I read a balloon bursts. Right next to my right ear. There was a little note in the balloon. (In each of the white and purple balloons were little notes with quotations from the authors.) I ignore my buzzing ear, continue to read and watch the little note from the corner of my eye. The wind blows it gently across the stage. That’s mine, I think, reading faster. Finished. got it. Love it.

Thanks, Stuart Ross! So glad that I met you and all the other writers.

(Stuart’s poem in its full splendor can be found online in the Almanac Vilenica 2018, page 286.)

Bild: Taha Alkadhi