Mit dem Traktor ins Ruhrgebiet
03/08/2015
(Mein Kürzestprosatext „Traktor“ ist Text des Monats August des Literaturbüros Ruhr.) „Ich kann, sagte der Bauer, die Straße so verdrecken, wie ich möchte. Du kannst, sagte der Polizist und schob dabei die Kappe nach hinten, wischte sich den Schweiß von der Stirn, du kannst das nur, wenn du den Dreck wieder wegmachst. Und zwar gleich, sagte der Bauer, lachte und stieg hinauf die zwei Metallstufen seines Traktors, während – von weit hinten – ein Raunen anhob und im nächsten Moment zu einer Frau wurde, auf einem Motorrad mit breiten Reifen, und nichts nutzte das.“ (Weiterlesen? Hier steht der ganze Text.)
Gemaltes Gegenüber
24/07/2015
Mit Michael Hedwig verbindet mich ein umfangreiches Portfolio gemeinsamer Projekte (Peschka_Hedwig_2015). Da dem „Sterntaler“ somit wieder etwas Gebundenes folgen könnte, kleiner und handlicher, sind wir auf der Suche nach einem Verlag, der sich für unsere Bild-Text-Bild-Projekte interessiert. Projekte wie „Watschenmann-Schwärzungen/Ergänzung„, „BIteLDxt/TEbiXTld-Dialog“ oder „Tagwerk & Nachtarbeit“, hier ein Auszug aus der zwölfteiligen Serie:

Michael Hedwig, Nr. 12 aus der Serie „Tagwerk & Nachtarbeit – 12 Radierungen zu Texten von Karin Peschka“ (Zerkall Kupferdruckkarton, 250g, 27 x 38 cm), 2014
fuenfzehnviervierzehn
was nacktes. oder? getickte nacht zerteilt. in den büschen rascheln die vögel im schlaf. nicht die blätter: die vögel. oder katzen. könnten auch
ratten sein.
was stehst du am fenster? wieso greift nichts
nach mir, wieso ist oben, im hofdächergeviert,
der himmel bleidunkles anthrazit? gekipptes gebirge aus schwarzer schattierung, verkehrt lockt der gipfel. schauen muss ich, schauen.
das versteht doch kein mensch.
farbtupfer husten, hupen.
was nacktes? sicher.
—–
BERG TEXT FLÜSTERN (ein Experiment)
25/06/2015
über dem nördlichen wendekreis steht die sonne still. der längste tag. die kürzeste nacht. der see spuckt mir vor die füße. sagt es war der wind. sonnenflecken. treffen nur das holz. der eine schwankt im wellengang. der andere steht fest. der hölzerne schwankt immer noch. schwankt doppelt. den steinernen kümmert es wenig. dreht sich weg. wenn er ein gesicht hat. dann ist es auf der anderen seite. der hölzerne berg kommt näher. während sich der andere umwolkt. weil der steinerne kein leuchten hat. schmückt sich der hölzerne mit licht. von oben muss das unten glänzen. sind immer zwei. sagst du. sind immer zwei. der hölzerne wippt und quert. wellengang. ein gezitter. gemuster. unscharf. verworren. wie sich das eine unter das andere schiebt. oder darunter. der hölzerne gaukelt sich ein meer. und segelt fort. hinter die landzunge. dort. du siehst es nicht auf deinem festen sockel. dort. geht es weiter. dort. hat sich der horizont verschoben. und mit ihm alles andere. hinter das erdenrund.
Der BERG ist ein Projekt von Clemens Bauder, Felix Ganzer und Ella Raidel im Rahmen des Festivals der Regionen 2015 in Ebensee (Schichtwechsel – Hackeln in Ebensee). Ich darf das Projekt literarisch begleiten. Was auch immer mir einfällt, passt. Was mir eingefallen ist, sind „Flüstertexte“ – wie obiger Auszug, geflüstert zu einer von meiner kleinen, billigen Kamera aufgenommenen Szene (der BERG fährt ein in die Traunkirchner Bucht). Ein Experiment, wie alles.
Rezension von Sebastian Gilli, Der Standard, 18./19. April 2015
„Den Kriegswurm freilegen und Aggressionsabbau durch Spiegelung. Karin Peschka spürt in ihrem vielschichtigen und bemerkenswerten Romanerstling „Watschenmann“ menschlichen Schicksalen im Wien der Nachkriegszeit nach.“ (… zur Rezension auf derstandard.at)
the austrian writer talks to us about her debut novel, recounting tales from a troubling past, the lessons we can learn from them and the beauty of vienna.
read the whole story on Wearona.
LESUNG UND JURYGESPRÄCH (16.11.2014)
08/12/2014
FLORIANA 2014, Literaturbiennale St. Florian, Lesung und Jurygespräch (ab 37:25) – Karin Peschka, Textauszug aus „Watschenmann“, erschienen 2014 im Otto Müller Verlag, Salzburg
Zur Verfügung gestellt von den Organisatoren der FLORIANA, Biennale für Literatur. (Danke!)
Lesung & Gespräch Karin Peschka „Watschenmann“ (Otto Müller Verlag, 2014), November 2014, Literaturhaus Salzburg; Gespräch: Anton Thuswaldner, Veranstalter: Literaturforum Leselampe
„Wie lebten die Wiener 1954?“
24/11/2014
Rezension von Anton Thuswaldner in den Salzburger Nachrichten. (22. Nov. 2014)
„Starkes Debüt. Die Autorin Karin Peschka lässt ihre Leser in eine Trümmerstadt abtauchen.“ (… zur Rezension)
“Normalität, das ist eine Hur“
10/10/2014
Rezension von Klaus Nüchtern, FALTER 41/14
„Mit dem Nachkriegsroman ‚Watschenmann‘ ist Karin Peschka ein beeindruckendes Debüt geglückt.“ (… zur Rezension auf falter.at)
(ich mach) was mit büchern und mit mir
03/09/2014
http://wasmitbuechern.de/2014/09/03/karin-peschka-der-roman-hat-vieles-veraendert/
oder gleich zur startseite und von dort zu vielen interessanten interviews: wasmitbüchern.de
und damit der eintrag nicht so leer ist, gleich auch noch das universalbild (im katalog, im buch, im interview … ) – wird zeit, dass wir ein neues machen.






