Autor: Karin Peschka
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Keine Bobos auf dem Mars
Ich kann Kung Fu. Kein Witz. Manchmal muss man sich geschlagen geben und genau das tun, was man eben nicht machen wollte – zum Beispiel wieder eine Kolumne übers Muttersein schreiben. Weil, die letzte ist mir fast etwas zu gut angekommen. Als Ausgleich war für diesmal ein Depri-Text geplant, über die Sehnsucht nach rötlichen Marswüsten,…
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My Incognito Is Exploded
Es ist später Abend, draußen streiten die Nachbarn. Der Straßenlärm bricht sich an der Stille im Zimmer. Ich sitze seit einer Viertelstunde vor dem leeren Word-Dokument und überlege den ersten Satz. Gleichzeitig steigt etwas hoch in mir und sammelt sich im Hals, ein Gewirr an Gefühlen. Ich schließe die Augen. Lasse die Nachbarn streiten. Stehe…
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So banal ist Banalsein
Arg, dass wir das arg finden Mögen Sie Rhabarberkompott mit Joghurt und Müsli? Wär fein, denn das haben wir grad gefrühstückt, Sie und ich, und dabei haben wir, nein, kein Ö1 gehört, und, nein, auch kein FM4, sondern gelesen. Feines Buch, aber jetzt ist es spät, also hoppauf. Ab ins Bad, duschen, raus aus der…
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Ein bisschen wie Meer
Nur grüner und stacheliger Wieder schreibe ich nichts über meinen Sohn, auch wenn Sie sagen: Zeit wär’s und überhaupt, was macht er so und wie geht’s ihm denn, und obwohl er natürlich immer noch mehr als genug Stoff für Kolumnen liefert, schreib ich trotzdem nix und dafür gibt es einen Grund. Lieber erzähle ich Ihnen,…
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Nichts wird gut
Wien ist in der Nacht so gelb Wollten Sie schon einmal ein Boot sein? Nicht im Boot sein, sondern das Ding selbst, wie es da auf einem runden, nordischen See schaukelt, von Wald umgeben, drüber ein Himmel und das Wasser ist graublau, gekräuselt und sicher ziemlich kalt. Jetzt ließe sich gemeinsam weiter spekulieren, welches Boot…
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Maden, Motten, Palmen
Mein Urlaub in Ocala Palms Es gibt elegantere Wege, eine Kolumne anzufangen, als mit Wattestäbchen in Schranklöchern herumzustochern. Hinter mir liegen dreieinhalb Wochen Florida, aber ich kämpfe gegen Lebensmittelmotten und mir graust vor den Viechern. Außerdem war Tag der Arbeit, und mein Sohn, der Lehrling, hat gelernt, wie man sich mit einer Brotschneidemaschine den Finger…
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Geister im Dachstuhl
Und andere offene Rechnungen Ein typisches Abendritual meiner Kindheit war die Suche nach Gespenstern. Derer konnten sich viele verstecken in den Nischen und Ecken unseres alten Hauses. Und Hilfe war fern, im Ernstfall. Von den Eltern durch einen Kontinent getrennt, durch ein Gebirgsmassiv und Ozeane – also durch zwei Stockwerke, das Abendgeschäft in unserem Wirtshaus…
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Es aschermittwocht, dass es knallt
Buße unterm Herrgottswinkel In der Stube unterm Herrgottswinkel. Mir gegenüber der KV, also der Kindesvater. Wir warten auf den MJ, den Minderjährigen, eigentlich das Mindestjährige, so klein ist er noch. Zu reden gibt es nicht viel, wir kennen uns schon seit Monaten, ich weiß, wie es ihm geht, dem KV. Im Moment nicht so gut.…
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Hartes Liegen für Fortgeschrittene
Gäbe es diesen VHS-Kurs, ich hätte ihn besucht Sind Ihre Kinder, sofern vorhanden, noch in dem Alter, in dem sie im Schlaf rotieren wie die Kreisel, und das, wohlgemerkt, erstens im Tiefschlaf und zweitens nicht im eigenen Bett? Sondern in Ihrem. Dabei ist es ganz egal, wie breit es ist, das Bett: Bei der 90-Zentimeter-Schmalspurversion…
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Das Schlimmste sind die Krisen
Mit Rebellion kann man besser umgehen Wir reden doch immer wieder über Kinder. Hier und generell, das ist schon ein Thema in allen Gazetten und Lebenslagen. Wir reden, schreiben und denken nach übers Kinderkriegen, übers Kinderhaben, übers Kindergroßziehen. Ob man überhaupt welche haben möchte. Oder doch lieber nicht. Ich wollte doch lieber nicht. Nie. Dabei…
