Autor: Karin Peschka
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Ein bisschen wie Meer
Nur grüner und stacheliger Wieder schreibe ich nichts über meinen Sohn, auch wenn Sie sagen: Zeit wär’s und überhaupt, was macht er so und wie geht’s ihm denn, und obwohl er natürlich immer noch mehr als genug Stoff für Kolumnen liefert, schreib ich trotzdem nix und dafür gibt es einen Grund. Lieber erzähle ich Ihnen,…
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Nichts wird gut
Wien ist in der Nacht so gelb Wollten Sie schon einmal ein Boot sein? Nicht im Boot sein, sondern das Ding selbst, wie es da auf einem runden, nordischen See schaukelt, von Wald umgeben, drüber ein Himmel und das Wasser ist graublau, gekräuselt und sicher ziemlich kalt. Jetzt ließe sich gemeinsam weiter spekulieren, welches Boot…
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Maden, Motten, Palmen
Mein Urlaub in Ocala Palms Es gibt elegantere Wege, eine Kolumne anzufangen, als mit Wattestäbchen in Schranklöchern herumzustochern. Hinter mir liegen dreieinhalb Wochen Florida, aber ich kämpfe gegen Lebensmittelmotten und mir graust vor den Viechern. Außerdem war Tag der Arbeit, und mein Sohn, der Lehrling, hat gelernt, wie man sich mit einer Brotschneidemaschine den Finger…
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Geister im Dachstuhl
Und andere offene Rechnungen Ein typisches Abendritual meiner Kindheit war die Suche nach Gespenstern. Derer konnten sich viele verstecken in den Nischen und Ecken unseres alten Hauses. Und Hilfe war fern, im Ernstfall. Von den Eltern durch einen Kontinent getrennt, durch ein Gebirgsmassiv und Ozeane – also durch zwei Stockwerke, das Abendgeschäft in unserem Wirtshaus…
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Es aschermittwocht, dass es knallt
Buße unterm Herrgottswinkel In der Stube unterm Herrgottswinkel. Mir gegenüber der KV, also der Kindesvater. Wir warten auf den MJ, den Minderjährigen, eigentlich das Mindestjährige, so klein ist er noch. Zu reden gibt es nicht viel, wir kennen uns schon seit Monaten, ich weiß, wie es ihm geht, dem KV. Im Moment nicht so gut.…
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Hartes Liegen für Fortgeschrittene
Gäbe es diesen VHS-Kurs, ich hätte ihn besucht Sind Ihre Kinder, sofern vorhanden, noch in dem Alter, in dem sie im Schlaf rotieren wie die Kreisel, und das, wohlgemerkt, erstens im Tiefschlaf und zweitens nicht im eigenen Bett? Sondern in Ihrem. Dabei ist es ganz egal, wie breit es ist, das Bett: Bei der 90-Zentimeter-Schmalspurversion…
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Das Schlimmste sind die Krisen
Mit Rebellion kann man besser umgehen Wir reden doch immer wieder über Kinder. Hier und generell, das ist schon ein Thema in allen Gazetten und Lebenslagen. Wir reden, schreiben und denken nach übers Kinderkriegen, übers Kinderhaben, übers Kindergroßziehen. Ob man überhaupt welche haben möchte. Oder doch lieber nicht. Ich wollte doch lieber nicht. Nie. Dabei…
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Wer funktioniert, darf bleiben
Der „goldene Boden“ ist ziemlich hart Mein Sohn ist Lehrling. Machen Sie sich nix draus, dann lernt er wenigstens was G’scheites. Handwerk hat ja, wie man so sagt, „goldenen Boden“. Fein, dann fällt er schön hart, wenn er fällt. Derzeit überlegen wir ja, den Kündigungsschutz für Lehrlinge ein bisserl zu lockern. Sorgen müssen wir uns…
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Exorzismus zwischendurch
Wohin mit der Wut in der niedersten aller Welten Diese unsere Welt, schreibt Singer in „Die Gefilde des Himmels“, sei laut Talmud die niedrigste aller Welten, in der alles Licht zu Stein werde, zu Knochen und Erde. Vielleicht damit wir es fassen mögen, dieses Licht und daraus machen, was wir daraus zu machen verstehen. Und…
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Heiß duschen in der Nacht
Wärme ist Luxus. Stille vielleicht auch. Ich möchte, ich möchte, ich möchte. Ruhig sein. Mir scheint, das ist schwer. Die Leute reden übers Wetter und darüber, dass es zu warm ist. Für die Jahreszeit. Schnee und Kälte wollen sie, immerhin käme die stillste Zeit. Ja wenn! Mein Sohn, der so 17-jährig ist, wie man nur…
