Autor: Karin Peschka
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Im Hintergrund zwei Johnnys
Und beide singen mit Inbrunst Im Hintergrund zwei Johnnys. Sie singen mit Inbrunst „Hurt“. Eine Wand und zwei verschlossene Türen sind dabei kein Hindernis: Ich kann so nicht arbeiten. Zumindest nicht an dem Text, an dem ich arbeiten wollte. Der eine Johnny (Cash) singt dabei noch etwas besser als der andere Johnny (Sohn). Dieser gleicht…
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Auf nach Florida
Zu Charlie und Maurine Ich bräuchte mich nur in einen Flieger zu setzen, mailt Charlie. Und keine Sorge, am Flughafen in Tampa würden sie mich dann schon aufgabeln, Maurine und er, und mit dem Chevy nach Ocala bringen – so wie ich sie vor fast genau einem Jahr am Wiener Flughafen aufgegabelt, in ein Taxi…
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Gebt mir Gummistiefel!
Gebt mir ein Feld! Und Hosen. Gestern, früher Morgen. Ich sitze in der Küche, trinke Muckefuck und schaufle Zimtpolenta. Im Pyjama, ziemlich vermuffelt und mit Tonnen Schlaf in den Augen. Plötzlich steht ein gepflegter Herr vor mir. Schwarzer Anzug, grünes Hemd. Perfekte Krawatte, perfekt geknotet. Der Herr mustert mich streng und sagt: Mama, geh jetzt…
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Sie auch?
Anfallsartige Schüchternheit Im Kleinen, da lässt sich ja viel erklären, ziemlich viel sogar, aber im Großen? Verstehen Sie alles? Gehören Sie zu den Leuten, die zu allem und jedem eine Meinung haben, eine dieser großen Meinungen, die man gerne herzeigt und zur Diskussion stellt? Die sich schon in der Haltung ausdrückt, mit der man ein…
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Woran man denkt
… wenn die Nacht lang genug ist Ich stehe in der dunklen Wohnung am Fenster. Vier Stockwerke unter mir presst sich ein Mann an einen Wagen, es ist schon nach Mitternacht. Zuerst glaube ich, der Mann will das Auto stehlen, aber dann: Er pisst es seelenruhig an. Es sieht nur so aus, als würde er…
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Das U-Wort, die Schlacht
Mach ja das Beste draus Interessant. Laut Wikipedia ist der Urahn für den Begriff „Urlaub“ das alt- bzw. mittelhochdeutsche Wort für „Erlaubnis“. Die Ritter baten ihre Lehnsherren um „urloup“, wenn sie in eine Schlacht ziehen wollten. Ich vermeide, das U-Wort in Zusammenhang mit den vergangenen zwei Wochen in Verbindung zu bringen, weil wenn, dann war…
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Wie sag ich’s meinem Kinde?
Am besten gar nicht Es regnet, und der Kurde meint, ich solle nicht laufen gehen. Aber, sage ich, früher, da bin ich bei jedem Wetter gelaufen. Je wilder, je lieber. Schneetreiben in Kombination mit leichtem Nebel bei Dunkelheit. Sich in den Gegenwind werfen, nix mehr sehen, weil der Regen schräg von vorne auf die Brille…
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Sag mir, ist es wichtig?
So richtig wichtig ist es nicht Was machen Sie, wenn Ihrem Schlüssel ein vor das Schlüsselloch geklebter Zettel den Weg versperrt? Genauer: Sie wollen nicht rein, sondern raus, ins Freie. Sommer. Freunde treffen. Asphalthitze. Mädels! (Oder Jungs, je nachdem.) Sie würden sich zumindest wundern. Eventuell sogar den Zettel, auf dem offensichtlich etwas steht, nehmen und…
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Wir sind vorbei
Irgendwer muss noch die Flaschen wegräumen Wir stromerten durch die Stadt, am Sonntagabend, eine Stunde vor Beginn des WM-Finales. Während sich Wien auf das letzte Spiel einstimmte, war das Thema Fußball schon aus einigen Auslagen verschwunden. Die besten Beisl-Plätze (Schanigarten, freie Sicht auf Bildschirm) waren schon besetzt. Oder man wanderte zum „Public Viewing“. Während die…
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Welche WM?
Irgendwer muss Weltmeister werden Samstag. Also am Wochenende, an dem Deutschland noch im Spiel war. Mit fettglänzenden Fingern – es gab Gegrilltes – saßen die Jungs vor dem Bildschirm. Und während wir Mädels abwechselnd das kleinere Baby durch die Gegend schleppten und das größere mit Bilderbüchern zum Reinbeißen versorgten, tönte es Uiii! und Ohhh! und…
