Als Nachschau zu den Verbindungen: Fries, Klang, Text  mit Michael Hedwig, Rudolf Jungwirth und Udo Somma in der Bibliothek der Akademie der Bildenden Künste ein paar schöne Fotos von Joanna Pianka. Der Abend war – für mich – pures Glück. Danke an alle!
(c) Joanna Pianka

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Verbindungen: Fries, Klang, Text

Verbindungen: Fries, Klang, Text

9. Juni 2016: Verbindungen: Fries, Klang, Text

Michael Hedwig (Maler), Rudolf Jungwirth (Komponist) und ich auf der Suche nach den feinen Kanälen, die uns verbinden – sofern man sie offen hält.

Das neueste Projekt mit Michael Hedwig – diesmal erweitert um Rudolf Jungwirth und technisch unterstützt von Udo Somma. Erstmals präsentiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Donnerstags in der Bibliothek“ der Universitätsbibliothek der Akademie der bildenden Künste Wien.

Datum: 9. Juni 2016
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, Mezzanin, Raum M7, Universitätsbibliothek, Lesesaal, 1010 Wien

Fries und Klanginstallation verbleiben bis 15.06.2016 in der Universitätsbibliothek.

 

Gemaltes Gegenüber

24/07/2015

Mit Michael Hedwig verbindet mich ein umfangreiches Portfolio gemeinsamer Projekte (Peschka_Hedwig_2015). Da dem „Sterntaler“ somit wieder etwas Gebundenes folgen könnte, kleiner und handlicher, sind wir auf der Suche nach einem Verlag, der sich für unsere Bild-Text-Bild-Projekte interessiert. Projekte wie „Watschenmann-Schwärzungen/Ergänzung„, „BIteLDxt/TEbiXTld-Dialog“ oder „Tagwerk & Nachtarbeit“, hier ein Auszug aus der zwölfteiligen Serie:

(c) Michael Hedwig, 2014

Michael Hedwig, Nr. 12 aus der Serie „Tagwerk & Nachtarbeit – 12 Radierungen zu Texten von Karin Peschka“ (Zerkall Kupferdruckkarton, 250g, 27 x 38 cm), 2014

fuenfzehnviervierzehn

was nacktes. oder? getickte nacht zerteilt. in den büschen rascheln die vögel im schlaf. nicht die blätter: die vögel. oder katzen. könnten auch
ratten sein.

was stehst du am fenster? wieso greift nichts
nach mir, wieso ist oben, im hofdächergeviert,
der himmel bleidunkles anthrazit? gekipptes gebirge aus schwarzer schattierung, verkehrt lockt der gipfel. schauen muss ich, schauen.

das versteht doch kein mensch.

farbtupfer husten, hupen.

was nacktes? sicher.

—–

Die „Watschenmann“-Schwärzungen

Watschenmann“ – das ist mein im September 2014 im Salzburger Otto Müller Verlag erschienenes Buch. Die Hauptfiguren sind Heinrich, Dragan und Lydia, die im Wien des Jahres 1954 gemeinsam in einem alten Schuppen leben. Heinrich ist ein junger Mann, der glaubt, dass der Krieg wie ein Wurm in den Menschen weiterlebt.

In den Schwärzungen stehen aber drei Nebenfiguren im Vordergrund: Die Pritschlerin, der Kummerl und der Lichterl-Sigi. Sie sind Außenseiter, isoliert von und in jeder Gesellschaft. Durch Schwärzungen jener Textstellen des Originalmanuskriptes, in denen die Figuren in die Geschichte eingeführt werden, habe ich versucht, diese Isolation noch zu verstärken. Alles, was auf andere Personen hinweist, wurde herausgestrichen. Jede Ansprache, jede Hinwendung, jede fremde Geste. Übrig bleibt das Skelett der Figuren – und Michael Hedwig hat diesem Herausgestellten eine Gestalt gegeben.

schwaerzungen_ergaenzung

Beispiel aus den Watschenmann Schwärzungen/Ergänzung

Die „Watschenmann“-Ergänzung

Im Anschluss an die Verbildlichung der Schwärzungen zeichnete Michael Hedwig eine Figur ins „Watschenmann“-Universum hinein. Eine, die noch nicht hineingeschrieben worden war, von der also auch ich nichts wusste. Nachdem ich das Bild von Michael bekommen hatte, verfasste ich den Text dazu, so, wie er auch im Roman hätte stehen können. Michael Hedwig hat sich dafür entschieden, den „Kindern der Pritschlerin“ Gesicht und Gestalt zu geben. Somit sind auch sie Teil des Romans geworden, über das Geschriebene hinaus. Die Ergänzung steht für die Lebendigkeit einer Geschichte – die mit der Drucklegung, der Veröffentlichung des Romans nicht fertiggeschrieben ist.

Die Schwärzungen, den Text zu den „Kindern der Pritschlerin“ und Michaels Bilder dazu stellen wir derzeit noch nicht online. (Bei Interesse bei Michael Hedwig oder mir per Mail anfragen.)

Die Lesung/Präsentation unseres „BIteLDxt/TEbiXTld“-Projektes war intensiv, wunderbar, spannend und fordernd – für Michael Hedwig und mich schon unser drittes gemeinsames Projekt. Was uns besonders freut: Bilder und Texte kann man bis zum 26. Juni 2015 in der wunderschönen Universitätsbibliothek der Akademie der bildenden Künste in Wien besichtigen/lesen.

(c) Simina Badea

(c) Simina Badea

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28. Mai 2015: Ausstellung und Lesung, Akademie der bildenden Künste (Wien)

(c) Michael Hedwig - BITELDXT - Nr 4

(c) Michael Hedwig – BITELDXT – Nr 4

Aus Bild wird Text wird Bild wird Text … ein Reagieren, ein Antworten, ein Dialog. Auf jeden Fall: ein Prozess.

Nach „Sterntaler“ (2008) und „Tagwerk & Nachtarbeit. Miniaturen“ (2014) ist „BITELDXT“ meine dritte Zusammenarbeit mit  Michael Hedwig.

Zusätzlich zu unserem Bild-Text-Dialog zeigen (und lesen) wir an diesem Abend einen Auszug aus den früheren gemeinsamen Werken und wagen ein Experiment.

Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, Mezzanin, Raum M7, Universitätsbibliothek, Lesesaal, 1010 Wien Ankündigung bei Michael Hedwig.

Karin Peschka, Lesung – Michael Hedwig, Bildprojektionen, Grafiken

Datum | 15.05.2014, 18.00 h
Ort | Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, Mezzanin,
1010 Wien, M7, Universitätsbibliothek, Lesesaal

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Donnerstags in der Bibliothek“ der Universitätsbibliothek der Akademie der bildenden Künste Wien.

4.05.13, IV Radierung, Aquatinta, 4. Zustand, Kupferplatte 14x16,2cm

Michael Hedwig (4.05.13, IV) Radierung, Aquatinta, 4. Zustand, Kupferplatte 14×16,2cm