26. November: Mein erstes Mal im Kaffeehaus
11/11/2019
Im Rahmen der Famulus Caféhaus Lesungen wird gelesen – und das im Café 7*Stern in 7. Wiener Gemeindebezirk. Ich freu mich auf den Abend, auf Tanja Paar und Gertrude Grossegger – und auf hoffentlich ganz viele Besucher/innen.
Zu hören gibt’s von mir Book # 1. Mein Beitrag in der von Wolfgang Paterno bei Czernin herausgegebenen Anthologie Das erste Mal (Sept. 2019) trägt zwar einen englischen Titel, ist aber, versprochen, durch und durch österreichisch. Wenn nicht gar oberösterreichisch.
Die Moderation übernimmt der Gastgeber: Luis Stabauer
Dienstag, 26. November 2019
Beginn: 19 Uhr | Eintritt frei
Café 7*Stern – Siebensterngasse 31, 1070 Wien
Am Samstag, 19. Oktober (Beginn 19.30 Uhr) treffen wir uns im Eferdinger Gastzimmer zu einer Vernissage/Finissage anlässlich der zweiten Eferdinger Atelierreise. Eine Ausstellung geht, die andere kommt – folglich: Bilderwechsel!
Aus „Jazz im Bild“ (Peter Purgar) wird „Verborgenes Eferding“ (Fotoklub K5)

Gefeiert wird die Finissage des einen und die Vernissage der anderen mit Texten und Musik: Die oberösterreichischen Autorinnen Marianne Jungmaier, Renate Silberer und Karin Peschka lesen eigens für den Anlass verfasste Texte. Das noch namenlose Trio – Valentin Pittrof (Saxophon & Gesang), Lukas Ferchhumer (Klavier) und Simon Wagner (Schlagzeug) – gibt seine musikalische Premiere.

Marianne Jungmaier (c) privat | Renate Silberer (c) Detailsinn | Karin Peschka (c) privat
Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen und danken unseren Unterstüzter/innen: Land Oberösterreich, Bäckerei Mario Raab, Restaurant Brummeier/Kepler Stuben, Raiffeisenbank Eferding, Richter Bürosysteme
Kurz wird diese Reise, zu kurz – aber besonders: Der 25. Jahrestag der Gründung der Österreich Bibliothek Veliko Tarnovo führt mich nach Bulgarien. Zur Jubiläumsfeier am 18. Oktober 2019 laden neben der Österreich Bibliothek die Österreichische Botschaft in Sofia und das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres.
Eine Lesung, eine Diskussion – und ein schöner Abschluss der Balkanreise, die mich seit Anfang September in den Kosovo, nach Albanien, Montenegro und Serbien geführt hat.
(Ich Glückskind.)
If you are looking for the perfect unicorn …
08/10/2019
… you will find it in Novi Sad.

Dragan Jankov, 2008
My Balkan trip is coming to an end. If I had to describe the journey, the last five and a half weeks with only one picture, I would choose this one. (Why? I do not know yet. Give me time.)
Meine Balkanreise neigt sich dem Ende zu. Müsste ich die Reise, die letzten fünfeinhalb Wochen mit nur einem Bild beschreiben, würde ich dieses wählen. (Warum? Ich weiß es noch nicht. Gebt mir Zeit.)
Es ist mir eine ganz besonders große Freude, an der Präsentation der serbischen Übersetzung meines Romans Watschenmann teilnehmen zu können, dort, wo während meiner Schreibresidenz im April 2016 dieses Abenteuer mit einem Workshop und einer Gruppe äußerst engagierter Studierender begonnen hat.
Gegavac hat viele Eltern – ich nenne alle und danke allen in diesem Beitrag: Vom Watschenmann zum Gegavac: Хвала лепо!
Bei beiden Präsentationen, am Dienstag in Novi Sad und am Donnerstag in Belgrad, wird Dr. Nikolina Zobenica, Professorin am Institut für
Germanistik in Novi Sad, mit mir ein Gespräch führen und Miroljub Stojanovic das Buch vorstellen. Danka Bajković, eine der Übersetzerinnen, liest die serbischen Abschnitte.
Ebenfalls an der Präsentation beteiligt sind der Verleger und Herausgeber Relja Dražić (Neusatz-Verlag) und Paul Gruber, der erste Initiator der Übersetzung, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Deutschen Universität Flensburg.
(Die Abende finden auf Serbisch und Englisch statt.)
Dienstag, 8. Oktober, 19 Uhr: Bulevar Books, knjižara koja svira Bulevar Mihajla Pupina 6, 21000 Novi Sad. Das Bookstore-Café befindet sich gegenüber dem Arena-Kino.
Mittwoch, 9. Oktober ab 19 Uhr: KROKODIL, Zentrum für zeitgenössische Literatur
Karadjordjeva 43 (Eingang vom Garten)
Ein Hoch auf alle Beteiligten!
Kosovo Nr. 4
02/10/2019
Ist schon ein anderes Land, ist nicht mehr der Kosovo, sondern Montenegro. Prishtina liegt hinter mir. Oder in mir. (Siehst du, Frau, genau deswegen sollst immer Abstand halten, Distanz bis zum nächsten Text, damit das Rührselige verborgen bleibt. Was willst jetzt schreiben? Ein Loblied auf das Energische, das Herzliche, auf die besondere Bereitschaft zur Nähe in dieser Stadt?)
Gar nichts schreib ich. Sitz im kleinen Hotelzimmer und hab das Licht abgedunkelt. Draußen bellt ein Hund mit sich überschlagender Stimme. Grillen die Zirpen oder zirpen die Grillen. Donnert das Wetter oder rangieren nächtliche Züge, der Bahnhof von Podgorica ist nebenan.

Die Biene frühstückt, während ich frühstücke. (Door 74 – gleich neben der WG, vorletzter Tag in Prishtina.)
Podgorica liegt einen Hauch südlicher als mein* Prishtina. Aber gar nicht so weit weg, nimmt man die Luftlinie. Nimmt man die Buslinie, braucht’s gute dreihundert Kilometer und mehrere Stunden. Weil Grenzen, weil Berge, weil unglaublich schönes Land dazwischen und, wenn über Albanien, Küste, Meer und sogar Menschen, die noch darin baden am zweiten Oktober. (Ein Übermaß an Bildern. Wird auch nicht besser, wenn man – beim Sich-Entfernen – stundenlang aus dem Busfenster schaut.) Den Rest des Beitrags lesen »
Quendra Multimedia and Shtatëmbëdhjetë (Fondacioni 17) are happy to invite you to a discussion and reading with our Austrian resident that is part of our Program for Artists Residence Prishtina Has No River that is supported by the Austrian Embassy in Kosovo.
The event will take place on September 30, 2019 starting from 19:00 at Project Space / Foundation 17, Henrik Bariç, 10000 Priština.
Ich habe über mein erstes Mal geschrieben
26/09/2019
Klassischer Klickköder, diese Überschrift. Obwohl ich ruhig das englische Original verwenden kann: Clickbait. Immerhin hat mein Beitrag in der von Wolfgang Paterno bei Czernin herausgegebenen Anthologie Das erste Mal einen englischen Titel: Book # 1
Ich kenne bislang nur meinen (trotz des Titels deutschsprachigen) Text. Die anderen erwarten mich nach meiner Balkan-Reise in Wien. Empfehlen kann ich das Buch ung’schaut jetzt schon.
Weswegen? Wegen der Kolleg/innen: Leopold Federmair, Milena Michiko Flasar, Daniel Glattauer, Sabine Gruber, Händl Klaus, Monika Helfer, Bodo Hell, Peter Henisch, Daniel Kehlmann, Anna Kim, Michael Köhlmeier, Robert Menasse, Kurt Palm, Teresa Präauer, Doron Rabinovici, Angelika Reitzer, Gerhard Roth, Kathrin Röggla, Gerhard Roth, Eva Schmidt, Robert Schneider, Franz Schuh, Clemens J. Setz, Michael Stavaric, Marlene Streeruwitz, Daniel Wisser u.a.
Ich weiche übrigens schon im zweiten Absatz vom Thema ab und schreibe über Amseln, die mir was ins Ohr flöten.
(Wird sie die Geschichte zu Ende bringen? Was dann geschieht, werden Sie kaum glauben!)
Kosovo Nr. 3
23/09/2019
Das Angestrengte zu übersehen, ist leicht und schwer. Bei Schönwetter leicht, bei Regen schwer. So einfach. Wie winzige Ameisen aus dem Notebook zu schütteln. Gestern gemacht, nach dem Aufwachen in Vlora. (Das Notebook lag unter dem Hotelbett auf den kühlen Fliesen, warm und einladend.) Komm mit nach Albanien, meinte Selvije, wir fahren nach Tirana und von dort mit meiner Freundin Isi weiter ans Meer, komm komm komm. (Also zeig ich der Zicke, die mein Roman grad ist, die kalte Schulter, pack sie heimlich ins Herz und ins Hirn und nehm sie mit.)
Zurück nach zwei Sonnenhitzetagen, anderen Geschichten, neuen Menschen, stundenlangen Gesprächen. Zurück im Kosovo, es regnet, das Angestrengte lässt sich nicht ausblenden. Der Herbst zieht überall gleich ins Land. In die nasse Stadt. Reife Kastanien unter braungeränderten Blättern. Die Wohnung, der Küchentisch hält mich nicht mehr, ich möchte ins Dit‘ e Nat‘, um diesen Text zu schreiben. Den Rest des Beitrags lesen »
Kosovo, Nr. 2
16/09/2019
Zeit ist absolut unzuverlässig hinsichtlich ihrer Fühligkeit, das wird mir in Prishtina sehr bewusst. Auf, auf, die zweite Woche schildern, bevor sich auch dieser Tag aus dem Staub macht. Schnell per random choice ein paar Bilder vom Fotoapparat ins Netz gezogen. Mich mit der Zeit solidarisierend, gebe ich heute die unzuverlässige Erzählerin.

Jüdischer Friedhof, zerborsten.
Ein zerbrochenes Schneckenhaus auf dem ebenso zerbrochenen jüdischen Friedhof über der Stadt. Bin hinauf gewandert und gewandert, einen undeutlichen Straßenplan in der Hand, habe mich grandios verlaufen. In eine, zwei, fünfzehn Kurven hinein verlaufen, die mir mehr gezeigt haben als der direkte Weg es gekonnt hätte, und das ist immer so. Parkanlagen, immer schönere Häuser, fast fertig Gebautes, Bäuerliches. Unglaublich weiche Luft für alle. Der Friedhof nur ein Rudiment, es gäbe nüchterne Bilder zu zeigen, ich zeige dieses.









