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Etwas zu lesen, das noch nicht veröffentlicht wurde, ist immer spannend. Die ersten Reaktionen auf den neuen Text (nicht lektoriert, nicht ganz fertig) – wie werden sie sein? Letztlich wird das Publikum in Hartkirchen nach diesem Blick in die Werkstatt mehr wissen, als meine Lektorin, die (mit den Fingern auf den Tisch trommelnd?) schon auf das Manuskript wartet.

Im zweiten Teil die „sichere Bank“: Ich lese aus den Wirtshausgeschichten meines Vaters. Denn Herr Peschka kocht nicht nur, er ist auch ein begnadeter Erzähler.

Summa summarum: Ich freu mich!

Raurissen, urassen

20/08/2019

Glockt der Kirchturm, glockt und glockt zur Messe, zur Segnung, zur Kommunion (hab’s vergessen, wann genau es glockt, das Katholische), glockt ins Zimmer herein, ins Gästezimmer im Gästehaus hinterm Wirt, wo wir haben: ein jeder eine Wanderhose, eine Ausgehhose, ein Geprotz.

(c) Kerl

Ein jeder seine Schuh fein säuberlich nebeneinander auf dem Balkon ausgelüftet. Ein jeder (und eine jede, die jede bin ich) ein Zahnbürstl im Zahnputzbecher, wir teilen diesbezüglich nicht.

Mit dem Glas vor dem Schlafen die Spinne einfangen, komm, lock ich, komm her. Fang’s! Der Kerl am Bett in Beobachtung, fang’s, sagt er, ich helf dir beim Rausschmeißen. Postkarte unterg’schoben, schnell ist’s, das Achtbein, ich erwisch es trotzdem. Ha, sag ich, schau, sag ich, hilf, sag ich. 

Wird eine schöne Nacht, eine sternenvolle, gipfelumsäumte, krautigduftige Nacht. Zum Schweigen schön könnt’s sein, aber zum Schweigen ist die Zeit nicht recht. Den Rest des Beitrags lesen »

… a birthday gift from a friend with whom I defied the icy wind in the streets of Budapest – more than 30 years ago.

Danke, Paul!

(If you wonder: Today I’m 52 years and 5 days old.)

… there’s still the boy. (Can’t help but see him.)

Happy Birthday, Toni!

Proud motherhood, founded on the evening of July 14th, 1989.

 

… when you invite me to a reading: a cheerful author.

Sehr glücklich in den eigenen vier Wänden: Jazz-im-Bild-Vernissage im Eferdinger Gastzimmer. (c) Peter Purgar

Am Freitag war er da, der Brief des Bundeskanzleramts: Mit Gleichmut erwartet, mit Nervosität geöffnet, mit Erleichterung gelesen. So gleichmütig kann die Gleichmut dann doch nicht gewesen sein.

Vielen Dank der Jury (Erich Klein, Dr. Manfred Müller, Dr. Evelyne Polt-Heinzl und Dr. Martina Schmidt) und dem BKA für die Zuerkennung eines Projektstipendiums 2019/20. Damit ist Schreibzeit gesichert, wichtige Zeit, die ich auch für jene genaue Recherche benötige, die das eingereichte Projekt erfordert.

Wandern oder innehalten? Ein Ort mit viel Zeit, ein Schauplatz des eingereichten Romanprojekts.

Der Roman wird viel mit meinem Debüt zu tun haben und noch mehr mit den Orten meiner Kindheit, seine Erzählung wird quer über den Kontinent wandern und gleichzeitig innehalten. Der sehr geschätzte Herr Saroyan hat gewusst, wie das geht:

But you had to stay slow somewhere inside of yourself, too, to give the arrival a place to stop. You had to be going swiftly and you had to be almost not moving at all at the same time. (William Saroyan, Tracy’s Tiger, 1951)

Ich freue mich sehr über dieses Privileg.

Fremdgehen deswegen, weil ich bei der Vernissage (morgen, 27. Juni, 19.30 Uhr im Eferdinger Gastzimmer ), nicht aus eigenen Texten lesen werde, sondern aus dem Buch Soundcheck. Geschichten für Musikfans.

Diogenes hat uns ein Exemplar zum Verlosen geschickt (danke!), und das (und nicht nur das) werden wir auch tun. Valentin Pittrof nimmt seine Saxophone mit, es gibt Brot und Wein – und die Hauptsache: großartige Bilder an der Wand. Peter Purgar präsentiert Jazz im Bild.

Wir freuen uns auf Euch!

Hier gibt’s den Flyer mit allen Infos: Jazz_Eferding_2019_Flyer

Danke an unsere Sponsoren vor Ort – für Bares & Naturalien: Volksbank Eferding, Bäckerei Moser, Oberbank Eferding und Gasthaus Kreuzmayr.

 

(c) BRG/Viktring/Ingeborg Kofler

Am 18. Juni sind wir durch Klagenfurt spaziert, die Schüler/innen der 5B des BRG Viktring in Klagenfurt, ihre zwei BE-Professorinnen Ingeborg Kofler und Barbara Mairinger und ich. Unser Thema: Natur und Mensch in der Stadt, die Bewegung, Gestik, das Verborgene und Offensichtliche. Das Ziel: die Übersetzung der Wahrnehmung in Worte. Das Ergebnis: ein Erlebnis. Schön war’s mit Euch! Den Rest des Beitrags lesen »

Viele gute Texte wurden hier geflext.

Favoritenstraße – das ist der Titel meines Beitrags für die Anthologie, die dieser Tage im Verbrecher Verlag (Berlin) erschienen ist: Flexen. Flaneusen* schreiben Städte

In 30 verschiedenen Texten mit 30 verschiedenen Perspektiven auf Städte, alle geschrieben und erlebt von Frauen*, PoC oder queeren Menschen. Texte, die beweisen, dass das Flexen, die Flâneuserie endlich ernst genommen werden muss. Die Figuren in der Anthologie streifen durch Berlin, Paris, Jakarta, Istanbul und Mumbai. Sie erzählen uns u.a. davon, wie eine Frau mit Kinderwagen die Großstadt erlebt, eine Frau eine Großdemonstration in Dresden miterlebt, wie Flanieren in Indien schon Aktivismus bedeutet, wie sich die Geschichte in den Ort einschreibt und manchmal wird die Stadt sogar selbst zur Figur. (Zitiert von der Verlagsseite.)

Herausgegeben von Özlmen Özgül Dündar, Mia Göhring, Ronjya Othmann und Lea Sauer: Liebe Frauen, vielen Dank für die Einladung – freu mich sehr über diese Veröffentlichung.

Und ja, auch wenn wir nicht dran gedacht haben, es zu erwähnen: Bei meinem Text handelt es sich um einen Auszug aus dem neuen Roman (Frühjahr 2020, Otto Müller, Salzburg) – der übrigens nicht Favoritenstraße heißen wird. Dieser Titel bleibt dem Kapitel.

Ich geh den Lindwurm fotografieren. Ich tu, als wär ich fremder, als ich bin.

Schnell, Frau, schreib. Darüber, wie es ist, im Jahr danach in Klagenfurt einzufallen den Hunnen gleich, nein, welche Hunnen? Ganz brav per ÖBB angereist, ganz brav die knappen vier Stunden genutzt, Mails beantwortet, Lesung vorbereitet, am Aktionstag gefeilt, der mit Viktringer Schüler/innen über die städtische Bühne gehen wird. (Weil alle Städte Bühnen sind.)

Vorschriftsmäßig mit fallweisem Blick aus dem Zugfenster die Strecke abgefahren, ist noch keine zwei Jahre her, da war’s das erste Mal. Kurz drauf was gewonnen und – zack! – wird Klagenfurt die Westentasche. Kennt man sich aus in ihr wie in der eigenen.

Frau, schreib g’scheit: So schnell ging’s auch nicht, von wegen, zack.

Nix zack. Mai bis Oktober 2018 temporär Wohnung genommen im Europahaus, als Teil des Preises. Hat gut verdient, die ÖBB, an meinem Pendeln zwischen Wien und Kärnten und dem Eferdinger Schreibzimmer im Elternhaus. Zwischen Oberösterreich und Gemeindebau und Klagenfurter Dachschrägenatelier mit Holzstiegenabgang in den alt ummauerten Kleinmayrgarten. Wo ein Igel wohnt, ich weiß es. Wo sich junge Leut’ einschleichen und sind duldsam und geduldet hoffentlich. Den Rest des Beitrags lesen »