Autor: Karin Peschka
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Greed
I sit up and think of your pictures. Exhausted people, anger, poverty. Arrogance founded on whatever alienness, whatever distance. Fear. All antipoles. Charity, wildness, desire. You would say, “Greed”.
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siebenundzwanzigsechszwölf
ich ich ich. habe die trauer fern zu halten. schiebe zwischen uns gelb-orangen duft. himmelbäume. samt-nacht. zeige ihr den halben mond. zeige ihr lichtloses schattengrün. sie findet sich, sie findet mich. in dunklen wellen. sie findet sich, sie findet mich. in ebbe und flut. sie liegt an stirn und brust. gezeitigt mich. höhlt aus, unterspült.…
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Durch die Stadt (Auszug aus Text für Oskar Stocker)
Im dunklen Zimmer. Es ist nach Mitternacht, nur der Bildschirm leuchtet. Ich stelle seine Helligkeit so niedrig wie möglich und denke an C. C. lebt in Florida. Ich habe ein Bild von ihm. Es zeigt einen schmalen Burschen, in Uniform, 1945. Er erzählt mir oft vom Krieg, von Österreich im Krieg, von den Mädchen, von…
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Die Frau des Schneckenkönigs (Textauszug)
Natürlich wird dieser Text meinen Eltern vorgelegt werden. Mit einem dieser speziellen Begleitschreiben, bei dessen Formulierung sich nicht feststellen lässt, was überwiegt: Empörung oder Besorgnis? Soll das Kind bestraft werden oder behandelt? Da Strafe Annäherung bedeuten würde, werden sie für die Behandlung plädieren. Wie auch immer. Nackt, bis auf das Tuch über meinen Schultern und den…
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elffünfzwölf
jetzt ist die zeit, in der sich alles aus dem tag löst, einen schritt nach vorne tut und verharrt, bevor es in die nacht zurückweicht. diesen moment suche ich, diesen moment will ich haben. eines schreitet, das andere steht still. nichts atmet. dann tut das andere den schritt und dehnt sich kurz in den raum.…
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vierundzwanzigvierzwölf
weil das so ein wirbeln war, muss man den blick kaltmachen. wenn man durch die stadt fährt. und glaubt, es stünde einem zu, nackt zu sein. dann sprengt sich etwas, das nur weiß ist. es regnet die trümmer. man hält alles zurück. hört auf mit dem wollen. in meiner brust kreist das sehnen.
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einundzwanzigvierzwölf
wir stellten uns rücken an rücken, verschränkten die arme. ich lass‘ dich nicht fallen, sagte er, beugte sich vor und hob mich auf. bewegte sich ein wenig. meine arme, meine beine, alles an mir war schweres holz. die bewegung lockerte, was sich festgesetzt hatte. mit zurückgelegtem kopf war ich ein bogen, ein dach, von dem…
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siebzehnvierzwölf
alles ist heut‘ langgezogen, das aufwachen zieht sich hin bis jetzt, bis zum abend. dazwischen der tag in seinen details: die straßenbahnen fuhren mit angezogenen bremsen, drinnen drehten sich gesichter in zeitlupe zum licht, aus dem licht, man hielt den atem nicht an, aber atmete aus und ein in dreifacher dehnung. knie schoben sich mir…
