25. bis 28. März: Dzień dobry!
24/03/2019
Das Österreichische Kulturforum in Warschau hat mich nach Polen eingeladen, wofür ich sehr dankbar bin, denn hier war ich noch nie. Die Reise führt uns (meine Schwester Uschi begleitet mich) nach Krakau, Rzeszów, Opole und Warschau, ich lese aus Watschenmann und Autolyse Wien, werde zuhören und Fragen beantworten, mir die Bühne mit Studentinnen und Studenten teilen, die das Wiener Kindl (Auszug, Erzählung aus Autolyse Wien) ins Polnische übersetzt haben – und das alles ist eine große Freude.
Krakau: Montag, 25.03., 13.15 Uhr
Biblioteka Jagiellońska, al. Mickiewicza 22 (Eingang von der ul. Oleandry 3),
sala konferencyjna – hol BJ, Kraków
Rzeszów: Dienstag, 26.03., 11.30 Uhr
Biblioteka Austriacka, Instytut Filologii Germańskiej, Uniwersytet Rzeszowski, al. mjr. Kopisto 2b, Rzeszów
Opole: Mittwoch, 27.03., 11.30 Uhr
Instytut Filologii Germańskiej Uniwersytetu Opolskiego, pl. Staszica 1, Opole
Warschau: Donnerstag, 28.03., 18.00 Uhr
Österreichisches Kulturforum
ul. Próżna 7/9, Warszawa
Frauen – mit und ohne Tiger
08/03/2019
Anlässlich des heutigen Frauentages: Meine Rede zur Vernissage WEIBSBILDER – die Frauen der Künstlergilde Eferding stellen aus (April 2017)

„Progress“ (c) Evelyn Kreinecker (www.evelynkreinecker.at)
Weibsbilder
Bei meinem letzten Besuch in Eferding bin ich an dem leerstehenden Geschäft vorbeigegangen, das zum Raum Eurer Ausstellung aufgewertet wurde – und in dem ich nun meine Rede vorlese. Ich habe damals die Nase an die Auslagenscheiben gepresst, gespechtelt und gespäht. Im Halbdunkel die Schemen von Bildern, an die Wände gelehnte Kunst, bereit zum Aufhängen. Ich habe online nach den Künstlerinnen geforscht, mich durch Galerien geklickt. Den Rest des Beitrags lesen »
Vom Watschenmann zum Gegavac: Хвала лепо!
07/03/2019
Frisch aus Novi Sad eingelangt, mitgebracht von Relja Dražić und in dessen Neusatz-Verlag herausgegeben: Gegavac – die serbische Übersetzung von meinem 2014 im Otto Müller Verlag erschienen Roman Watschenmann.

Gegavac!
Begonnen hat das Abenteuer im April 2016 mit einer Einladung zu einem Schreibaufenthalt in Belgrad und einem Übersetzungs-Workshop in Novi Sad. Die Studierenden haben – unter der Anleitung von Paul Gruber – die ersten beiden Watschenmann-Kapitel übersetzt. Und dann gemeinsam weitergemacht.
Danke Euch allen! Als da wären:
Die Übersetzer/innen: Danka Bajković, Suzana Cvijetinović, Paul Gruber, Kristijan Mirslav Kabas, Nadežda Miličević, Ana Mitrevski, Tamara Morača, Aleksandar Nikolić, Ljubiša Petrović, Juvana Ranđelović, Rosana Stanojević, Mirjana Zarifović Grković
Relja Dražić, der das Buch in sein Verlagsprogramm aufgenommen hat und den Übersetzer/innen mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist.
Taha Alkadhi, der das Cover gestaltet hat, wie immer mit großer Hingabe.
Anton Peschka: Das Bild vom Jungbrunnen im Hadikpark (der Schauplatz eines Kapitels des Romans) hat mein Sohn bereits 2014 aufgenommen – anlässlich der Erstveröffentlichung vom Watschenmann.
Und natürlich ein von Herzen kommendes Xвала лепо an Vladimir Arsenijević, Ana Pejović und Milena Berić vom Belgrader Kulturverein Krokodil: Mit Euch hat alles angefangen.
Mein Glück mit dem Watschenmann. Was es bedeutet, den eigenen Romanfiguren auf der Bühne zu begegnen
Die nächsten Aufführungen in der Volkstheater Spielstätte Volx Margareten:
- DO 28. Februar 2019, 20 Uhr
- MO 4. März 2019, 20.00 Uhr
- MI 6. März 2019, 20.00 Uhr
<3
Oft ist es so: Zu einer Lesung wird Musik als Rahmenprogramm geboten. An diesem Sonntag ist das umgekehrt, und das freut mich sehr.
Ich begleite im Rahmen des 574. Konzertcafés des Innsbrucker Turnbunds die Gitarrenklassen von Daniel Müller und Stefan Hackl mit kurzen Texten aus Autolyse Wien.
Beginn: 11 Uhr
Ort: Hotel „Grauer Bär“, Innsbruck, Universitätsstr. 7
Mein Glück mit dem Watschenmann. Was es bedeutet, den eigenen Romanfiguren auf der Bühne zu begegnen
07/02/2019
Der Watschenmann ist ein Glückskind. Meine Schwester hat mir zu seinem Erscheinen im Herbst 2014 ein Stofftascherl geschenkt, bedruckt mit vierblättrigem Klee und Marienkäfern – für das Lese-Exemplar.
Ein gutes Omen: Das aktuelle Glück des Romans ist, von Bérénice Hebenstreit (Regie) und Michael Isenberg (Dramaturgie) für die Bühne adaptiert worden zu sein, mit viel Hingabe und großer Sorgfalt, mit, was wahrscheinlich am wichtigsten ist, feinem Gespür für die Geschichte rund um Heinrich, Dragan und Lydia.

Katarina Klar, intensiv und präzise als Heinrich – und der ungemein wandlungsfähige Sebastian Klein als Elmer (Fotorechte: © Christine Miess / Volkstheater)
Die Premiere im Volx Margareten war vor einer Woche – und danach wurde und wird mir diese Frage immer wieder gestellt: Wie ist es, wenn der eigene Roman für‘s Theater inszeniert wird? Wie fühlt es sich an, im Publikum zu sitzen und die Figuren zu beobachten, die einem aus Herz und Hirn gekrochen sind vor ein paar Jahren? Den Rest des Beitrags lesen »
Ob ich vielleicht nervös bin ein wenig?
Da in einer Woche mein Roman Watschenmann auf der Bühne des Volx Margareten Premiere feiert – inszeniert von Bérénice Hebenstreit (Regie) und Michael Isenberg (Dramaturgie)?
Mit Rainer Galke (Dragan), Katharina Klar (Heinrich), Sebastian Klein (Elmer), Birgit Stöger (Lydia), Hristina Šušak (Musikerin), auf einer Bühne von Mira König, zur Musik von Hristina Šušak …
Natürlich bin ich nervös. Aber nur wegen der Wiederbegegnung mit den geliebten Figuren, die mir ja echt sind.
Diese Art von Nervosität ist es: eine freudige.
Die vorläufigen Watschenmann-Termine (weitere sind in Planung):
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DO 31. JÄN 2019, 20.00 Uhr (Premiere)
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DI 05. FEB 2019, 20.00 Uhr
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DI 12. FEB 2019, 20.00 Uhr (19.30 Uhr: Stückeinführung)
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DO 28. FEB 2019, 20.00 Uhr
Volkstheater Spielstätte Volx Margareten
Margaretenstraße 166, 1050 Wien
Zettelwelt und Zettelheft
14/01/2019
Die liebe Vicky hat mir vorhin einen Abendgruß aus Barcelona geschickt – wissend, dass mein Post-it-Verbrauch linear mit der Seitenzahl des neuen Buches wächst, rot, grün, gelb für die ganz besonderen Notizen. Sie hat auch dem Katalanen, der im Buch auftaucht (ich erzählte ihr von ihm) einen anderen Namen gegeben, einen, der ihm wahrscheinlich besser steht, und ich frage mich: Woher weiß Vicky das, ohne auch nur eine Zeile vom Neuen gelesen zu haben?
Ihr Gruß waren zwei Fotos vom spanischen Strand und der Link zu diesem Video:
Und hier, weil’s wahr ist, ein Bild vom aktuellen Zettelheft (das Chaos gebändigt ein wenig im Kopf).

Bis Ostern, Vicky, Grüße nach Spanien!
Im meiner 2019-Reihe Freundlich zitiert steht heute meine gute Freundin Ljuba Arnautovic auf dem Programm:
Zitat aus ihrem Romandebüt Im Verborgenen, erschienen 2018 im Picus-Verlag, Wien:
„Alles dreht sich jetzt nur noch um diese alte, rundliche und sehr strenge Frau, die eines der drei Zimmer in der Gemeindewohnung bewohnt, das zu betreten den Kindern verboten ist. Sie trägt nur dunkle Kleider, und selbst drinnen hat sie immer eine Art halbe Strickhaube auf, die ihren Hinterkopf bedeckt, weil sie nichts mehr zu fürchten scheint als Zugluft. Um ihren Hals hängen zwei lange schwarze Samtbänder, das eine mit einem großen silbernen Kreuz, das andere mit einer Lupe. ‚Großmutti‘ sollen ihre Enkelinnen sie nennen, weil sie die Mutti vom Vati ist. Aber die Mädchen wagen ohnehin nicht sie anzusprechen und meiden ihre Nähe, weil es ihnen dort seltsam eng zumute wird. Beim Verabschieden lässt es sich nicht vermeiden, dass die alte Frau ihnen mit harter Daumenspitze ein Zeichen auf die Stirn schreibt. Die Kreuzform hält sich lange als kalte Spur auf der Haut.“ (S 49 ff)
Friendly Quotes: Stuart Ross – Bouncing
04/01/2019
2019 möchte ich befreundeten Autorinnen und Autoren widmen und aus deren Werken zitieren. Den Beginn mache ich mit STUART ROSS. Wir haben einander im September 2019 beim Vilenica Festival in Slowenien kennengelernt, Stuarts Art zu schreiben ist voller Freundlichkeit und Wärme.
Bouncing ist eine der vielen wunderbaren und ungewöhnlichen Kurzgeschichten aus Stuarts Erzählband Buying Cigarettes for the Dog. Ich zitiere ihren letzen Absatz, eine Geschichte in der Geschichte – und darunter mein Versuch einer Übersetzung ohne allzu großen Charme-Verlust.
BOUNCING
I remember a story my father once told me. A boy is playing in the sandbox in the schoolyard, and darkness falls. He hears the voice of his mother calling him in for supper. On his way home, he loses his way in the shadows and walks until his feet are sore. He curls up against the side of a stranger’s house and falls asleep. In the morning, the sun pries open his eyelids. He is back in the schoolyard. He realizes he is not the boy at all, but the sandbox, and so his is already home.






