Welche Freude, dass Peter Pisa gerade diesen Titel für seine am 2. Jänner im Kurier erschienene „Watschenmann„-Rezension gewählt hat. Denn Elmer, jener junge GI aus dem Roman, ist meinem Ende 2014 leider verstorbenen Freund Charlie nachempfunden – der mit vollem Namen Charles Elmer Berg hieß und ab 1946 in Wien stationiert war. Charlie hat mir viel erzählt, in seine Erzählungen alle deutschen Worte eingeflochten, an die er sich erinnerte – und da war eben jenes Schmalzbrot dabei, das Elmer im Buch Heinrich schenkt. Charlie hätte das auch gemacht.

Zur Rezension: „Ankerbrot with Schmolz and Solz

Oskar Stockers berührende Ausstellung „eingesperrt – never forget“ neigt sich dem Ende zu. Im Rahmen der Finissage bin ich eingeladen, am Montag, 21. Dezember, aus meinen Texten zu lesen.

os_neverforget

Oskar Stocker – Bild aus  dem Zyklus „never forget“

Beginn:  19.30 Uhr
Ort: Schell Collection, Wiener Straße 10, 8020 Graz

(Laudatio im Rahmen der Verleihung des Literaturpreises Alpha, Wien, 17. November 2016)

Wer sich hoch aufschwingt, läuft Gefahr, tief zu fallen, und wer sich schon im ersten Satz hoch aufschwingt, – mit einem Raben, der sich gegen den Wind stemmt, also buchstäblich und metaphorisch – hat ein paarhundert Seiten lang Gelegenheit zum Absturz. Was man befürchtet, passiert glücklicherweise nicht.“ (Auszug – hier kommt man zur ganzen Laudatio, die mich sehr berührt.)

Die "Alpha-Blumen" ...

Die „Alpha-Blumen“, fast zu groß für unsere Wohnung.

… über die Verleihung des Literaturpreis Alpha 2015 für „Watschenmann“. Was für eine Freude!

Mein Dank gilt der Alpha-Fachjury mit Paulus Hochgatterer, Gabriele Madeja, Ernst Molden und Christian Jahl, außerdem natürlich Dietmar Hoschers Casinos Austria-Team rund um Thorsten Leitgeb für die Ausrichtung von Preis & Gala. Die Laudatio von Paulus Hochgatterer ist wunderschön und bestärkt mich sehr. Auf der Presseseite der Casinos Austria finden sich noch weitere Informationen und Bilder.

Den Rest des Beitrags lesen »

Financial Tribune (Iran, Sunday, November 1, 2015): „Tehran’s Book City Institute recently hosted Austrian writer Karin Peschka to shed light on modern Austrian literature. The session focused on a review of Peschka’s acclaimed novel ‘Watschenmann’ and was attended by Ali-Asghar Haddad, Persian translator of German literature, Novin Lambert, Austrian literary figure and Ali-Asghar Mohammadkhani, cultural deputy of Book City Institute, Mehr News Agency reported.“ (Read the whole article.)

Mein Teheran

27/10/2015

Zurück aus Teheran, wo ich auf Einladung des Österreichischen Kulturforums eine Woche verbringen durfte. Ein Text wird folgen, noch bin ich fast sprachlos ob der vielen, vielen Bilder, Gespräche, Gerüche, Geräusche und Begegnungen. Mein „Watschenmann“ hat mich hierher gebracht. Wer hätte das gedacht.

Herr Abbasi

Vor dem „Grünen Palast“ in Teheran. Herr Abbasi arbeitet für das ÖKF, als Fahrer und Fremdenführer.

Den Rest des Beitrags lesen »

Die „Watschenmann“-Schwärzungen

Watschenmann“ – das ist mein im September 2014 im Salzburger Otto Müller Verlag erschienenes Buch. Die Hauptfiguren sind Heinrich, Dragan und Lydia, die im Wien des Jahres 1954 gemeinsam in einem alten Schuppen leben. Heinrich ist ein junger Mann, der glaubt, dass der Krieg wie ein Wurm in den Menschen weiterlebt.

In den Schwärzungen stehen aber drei Nebenfiguren im Vordergrund: Die Pritschlerin, der Kummerl und der Lichterl-Sigi. Sie sind Außenseiter, isoliert von und in jeder Gesellschaft. Durch Schwärzungen jener Textstellen des Originalmanuskriptes, in denen die Figuren in die Geschichte eingeführt werden, habe ich versucht, diese Isolation noch zu verstärken. Alles, was auf andere Personen hinweist, wurde herausgestrichen. Jede Ansprache, jede Hinwendung, jede fremde Geste. Übrig bleibt das Skelett der Figuren – und Michael Hedwig hat diesem Herausgestellten eine Gestalt gegeben.

schwaerzungen_ergaenzung

Beispiel aus den Watschenmann Schwärzungen/Ergänzung

Die „Watschenmann“-Ergänzung

Im Anschluss an die Verbildlichung der Schwärzungen zeichnete Michael Hedwig eine Figur ins „Watschenmann“-Universum hinein. Eine, die noch nicht hineingeschrieben worden war, von der also auch ich nichts wusste. Nachdem ich das Bild von Michael bekommen hatte, verfasste ich den Text dazu, so, wie er auch im Roman hätte stehen können. Michael Hedwig hat sich dafür entschieden, den „Kindern der Pritschlerin“ Gesicht und Gestalt zu geben. Somit sind auch sie Teil des Romans geworden, über das Geschriebene hinaus. Die Ergänzung steht für die Lebendigkeit einer Geschichte – die mit der Drucklegung, der Veröffentlichung des Romans nicht fertiggeschrieben ist.

Die Schwärzungen, den Text zu den „Kindern der Pritschlerin“ und Michaels Bilder dazu stellen wir derzeit noch nicht online. (Bei Interesse bei Michael Hedwig oder mir per Mail anfragen.)